Kurz nach Mitternacht

Großbrand in Bad Säckingen: War eine abgebrannte Feuerwerkbatterie schuld?

Axel Kremp, BZ-Redaktion

Von Axel Kremp & BZ-Redaktion

Fr, 01. Januar 2021 um 02:20 Uhr

Bad Säckingen

Für die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rotem Kreuz, Technischem Hilfswerk und der Polizei in Bad Säckingen begann das neue Jahr mit einem Großeinsatz – ein Gebäude stand in Flammen.

Das neue Jahr war gerade einmal eine Stunde und wenige Minuten alt, als die Einsatzkräfte der Feuerwehr Bad Säckingen zu einem Großbrand an die Mumpferfährstraße gerufen wurden. Tatsächlich stand dort beim Eintreffen der ersten Löschfahrzeuge eine mit zwei Autos besetzte Doppelgarage in hellen Flammen. Das Brisante dabei: Die Doppelgarage ist an ein Wohnhaus angebaut und auch auf der anderen Seite steht ein Wohnhaus unmittelbar an der lichterloh brennenden Garage. So galt das Augenmerk der Feuerwehr neben der Brandbekämpfung auch der Sicherung der beiden Wohnhäuser.

Feuerwehr rettet Haustiere

Die Bewohner der angrenzenden Häuser hätten sich selbst in Sicherheit bringen können, so die Polizei in einer Mitteilung. Zwei seien mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gekommen. Mehrere Haustiere habe die Feuerwehr aus den Häusern gerettet. Die Doppelgarage sei vollständig ausgebrannt, wobei das Feuer zwei Autos zerstört habe .

Die Feuerwehr habe ein Übergreifen der Flammen auf zwei Wohnhäuser verhindern können. Dennoch seien diese beschädigt worden und in der Nacht nicht mehr bewohnbar gewesen.

Insgesamt 80 Einsatzkräfte beteiligt

Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 200.000 Euro. Die Polizei prüft nach eigener Aussage derzeit, ob eine im Mülleimer entsorgte Feuerwerksbatterie für den Brand verantwortlich sein könnte.

Die Feuerwehrabteilungen Bad Säckingen und Wallbach waren unter Leitung von Gesamtwehrkommandant Tobias Förster und Kreisbrandmeister Dominik Rotzinger mit einem Großaufgebot im Einsatz. Auch das Technische Hilfswerk und das Rote Kreuz waren an der Unglücksstelle. Insgesamt waren laut Polizei 80 Einsatzkräfte beteiligt.