Kommunalwahlen

Guido Boehlkau steht auf Platz eins bei "Bürger für Freiburg"

Joachim Röderer

Von Joachim Röderer

Sa, 23. März 2019 um 10:00 Uhr

Freiburg

Die neue Gruppierung "Bürger für Freiburg" stellt ihre Liste für die Kommunalwahl vor. Auf Platz eins steht Guido Boehlkau.

Die dem bürgerlichen Lager zugeordnete Liste "Bürger für Freiburg" hat am Freitagnachmittag ihre 48 Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl am 26. Mai bekannt gegeben. Angeführt wird das Feld der Bewerber vom 54 Jahre alten Kaufmann und Projektentwickler Guido Boehlkau. Auf Platz zwei steht der Diplom-Volkswirt Franco Orlando (46), Gründer und Chef des Radfachgeschäfts "Bike Sport World" und amtierender Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Mittelwiehre. Ihm folgt auf dem dritten Listenplatz Uwe Stasch (41), Finanzfachmann im genossenschaftlichen Finanzverbund. Stasch ist ehrenamtlich unter anderem für die Breisgauer Narrenzunft, im Management der Eisvögel-Basketballerinen und im Vorstand der SC-Fangemeinschaft tätig.

Die "Bürger für Freiburg" hatten sich im Dezember als Verein gegründet und in den vergangenen Tagen in nichtöffentlichen Treffen ihre Kandidatinnen und Kandidaten nominiert. Sie mussten, wie berichtet, allerdings kurzfristig noch einmal umplanen, nachdem der designierte Spitzenkandidat Achim Wiehle nicht antreten kann, weil sein Wohnsitz nicht in Freiburg liegt. So jedenfalls die Entscheidung der Stadtverwaltung. Dass Wiehle nicht antreten kann, werde sehr bedauert, heißt es in der Pressemitteilung. Die zeitnahe und einvernehmliche Nominierung wertet die Gruppierung in diesem Zusammenhang als ein klares Zeichen der starken Gemeinschaft ihrer Wählerinitiative.

Auf den Plätzen vier und fünf treten der frühere Grünen-Stadtrat Per Klabundt und der Student Steffen Herder an. Dann folgt der, wie es in der Pressemitteilung heißt, Wohnraumentwickler Uwe Kleiner, der Geschäftsführer der Bau-Union. Auf der siebten Position steht mit Rechtsanwältin Melanie Kienle die erste Frau. Direkt dahinter reiht sich Unternehmerin und Craftbeer-Lodge-Gründerin Andrea Seeger ein. Die Top Ten komplettieren der Lehrer Clemens Straub und die Steuerberaterin Elke Mimler. Auf der Liste finden sich noch etliche bekannte Namen wie Colombi-Direktor Michael Sänger, Gastronom Fabrizio Bonacci ("Primo Market"), E-Commerce-Pionier Roland Fesenmayr oder Autorin Simone Harre.

Die "Bürger für Freiburg" verstehen sich als überparteiliche, unabhängige und bunte Bewegung. Sie wollen nach eigener Darstellung "Impulsgeber und Korrektiv für die Stadtpolitik" sein. Als wichtigste Themen listen sie die Schaffung bezahlbaren Wohnraums, eine generationengerechte Finanzpolitik, eine nachhaltige Stadtentwicklung und eine Stärkung der Freiburger Wirtschaftskraft auf.

Die "Bürger für Freiburg" sind damit die 16. Liste, die am 26. Mai in Freiburg ins Rennen geht. Meldeschluss ist am 28. März – die Bewerbung der Liste "Für Freiburg" wird bis dahin noch erwartet.
Bürger für Freiburg

1. Guido Boehlkau, 2. Franco Orlando, 3. Uwe Stasch, 4. Per Klabundt, 5. Steffen Herder, 6. Uwe Kleiner, 7. Melanie Kienle, 8. Andrea Seeger, 9. Clemens Straub, 10. Elke Mimler, 11. Stéphanie Pigot, 12. Simone Harre, 13. Clemens Meinzer, 14. Marco Streber, 15. Horst Lieder, 16. Christian Männlin, 17. Matthias Moser, 18. Aggi Hubbe, 19. Fabrizio Bonacci, 20. Frederic Nellen, 21. Michael-Stephan Sänger, 22. Felix Thoma, 23. Martin Behrens, 24. Hans-Peter Huber, 25. Jonas Fritzsche, 26. Martin Ege, 27. Thomas Bagge, 28. Christian Busse, 29. Tatjana Schultheiß, 30. Roland Fesenmayr, 31. Sarah Immer, 32. Dennis Schneider, 33. Stephan Berner, 34. Tina Marie Frech, 35. Bernd Kurz, 36. Francesco Caridi, 37. Ute Harre, 38. Andreas Nitschke, 39. Stefanie Porten-Hochwelker, 40. Sarah Schmelzer, 41. Uwe Stohrer, 42. Ulrich Weidner, 43. Matthias Lewalter, 44. Fabian Waibel, 45. Melanie Stasch, 46. Günther Ducke, 47. Ralf Schräpler, 48. Gesa Pantaleon gen. Stemberg.