Integration

Gundelfinger Beauftragte berichtet dem Sozialausschuss von den Angeboten für Geflüchtete

Andrea Steinhart

Von Andrea Steinhart

Do, 14. März 2019 um 13:00 Uhr

Gundelfingen

Ausstellungen, Berufsschulpatenschaften und Vereinsangebote: In Gundelfingen tut sich etwas in Sachen Integration. Das berichtete die Flüchtlingsbeauftragte Martina Rode den Gemeinderäten.

Die Vermittlung von Wohnraum, Sprachkursen und Ausbildungsplätzen – die Flüchtlingsbeauftragte der Gemeinde Gundelfingen, Martina Rode, war in den vergangenen drei Jahren für vieles zuständig. Am Montag berichtete sie in der Sozialausschusssitzung den Gemeinderäten über ihre Aufgaben als Bindeglied zwischen allen Beteiligten und allen Kulturen. Sie setzte sich intensiv für die Integration Geflüchteter ein.

260 Flüchtlinge leben laut Martina Rode in Gundelfingen

In Gundelfingen sind 120 geflüchtete Menschen untergebracht, in Heuweiler sind es zehn. Etwa 40 wohnen in privaten Wohnungen, rund 90 in der Gemeinschaftsunterkunft. 40 Frauen und Männer belegen einen Sprach- oder Integrationskurs. 30 Flüchtlinge haben eine Beschäftigung gefunden. 42 Kinder und Jugendliche gehen in den Kindergarten, zur Schule oder sind in einer weiterführenden Schule untergebracht. In Ausbildung finden sich laut Rode aktuell 17 Jugendliche. "Insgesamt leben in Gundelfingen aktuell 260 Flüchtlinge", so Rode.

Auch die Gundelfinger Vereine hätten sich von Anfang an viel Mühe gegeben, die Flüchtlinge einzubinden, sagte Rode: "In den letzten drei Jahren wurden Schwimmkurse für Kinder und junge Frauen angeboten, Fitnesskurse, Fußballspiele und eine Fahrradwerkstatt." Es gab das Angebot "Fahrradfahren für Frauen" vom Verein Bike Bridge. Auch Projekte seien umgesetzt worden: der Müllworkshop und die Energieberatung, das Kunstprojekt "Leuchtende Säulen" der Flüchtlinge, Kunstausstellungen und Lesungen sowie ein Cajon-Workshop. Seit Januar finde nun auch jeden Freitag ein Tanz-Theater-Tee-Nachmittag statt. Über den Flüchtlingssozialdienst des Caritasverbands wurden Berufschulpatenschaften ins Leben gerufen sowie einen Syrienabend und eine Denkwerkstatt organisiert, erklärte Rode weiter. Ein Erfolg sei das Nachbarschaftsfest in der Unterkunft, aber auch das Konzert des Heim- und Fluchtorchesters gewesen.

In der Wildtalstraße soll eine Haushälfte als Unterkunft für Geflüchtete und Wohnungslose dienen

Besonders wichtig sei die Arbeit der Engagierten des Flüchtlingshelferkreises – sie übernehmen Tandempartnerschaften, bieten Deutschkurse im Bürgertreff an, unterhalten die Kleiderkammer und das Möbellager, wie Rode aufzählte. In der Wildtalstraße 33 hat die Gemeinde eine Haushälfte angemietet, die derzeit instand gesetzt wird, um als Unterkunft für Geflüchtete und Wohnungslose zu dienen. Dort ist – mit Fördermitteln des Landes – in den vergangenen Wochen vom Flüchtlingshelferkreis in Zusammenarbeit mit der Gemeinde eine Werkstatt für die Reparatur von Elektrogeräten eingerichtet worden, die am 6. April mit einem Tag der offenen Tür offiziell eröffnet werden soll.