Der TuS Ringsheim wechselt in den Norden

Uwe Schwerer

Von Uwe Schwerer

Mi, 20. Mai 2020

Handball Allgemein

16 Teams spielen in der Nordstaffel der Landesliga, 15 im Süden.

LAHR. Wann und unter welchen Bedingungen die Handballer aus der Region in der neuen Saison ihrer Leidenschaft frönen dürfen, muss angesichts der Corona-Pandemie wohl noch offenbleiben. Doch eines steht nun fest: Die Einteilung der überbezirklichen Männer-Ligen, welche für den TuS Ringsheim von besonderer Bedeutung ist.

Dass die Ringsheimer sich nun dem Wettbewerb in der Nordstaffel stellen können, begrüßt Stefan Große-Rohde, langjähriger Handball-Abteilungsleiter in Ringsheim und rechte Hand des aktuellen Amtsträgers Johannes Kaufmann: "Wir haben beim Verband darum nachgefragt. Ausschlaggebend waren die langen Fahrten an den Bodensee, die mit immensen Kosten, aber auch mit einem Haftungsrisiko verbunden sind." Er bezeichnet die Nordstaffel als vergleichsweise ausgeglichener und schwerer als die Südstaffel, macht sich aber keine Sorgen. "Unsere junge Mannschaft kann dort bestimmt bestehen."

Die Ringsheimer gehören zwar zum Handballbezirk Freiburg/Oberrhein, doch dieser Aspekt spielt bei der Einteilung keine entscheidende Rolle. Da nach der abgebrochenen Runde 2019/20 keine Absteiger ermittelt wurden, waren 31 Teams nach geographischen Gesichtspunkten auf die beiden südbadischen Landesliga-Staffeln zu verteilen. Denn der TV Meßkirch, der sich normalerweise in der Südstaffel wiederfindet, hatte seine Mannschaft zurückgezogen. Die nun vorgestellte Ligen-Einteilung sieht 16 Teams im Norden und deren 15 im Süden vor.

Zwar wird der TuS Ringsheim in der kommenden Runde auf das prestigereiche Derby gegen den TB Kenzingen verzichten, welcher weiterhin in der Südstaffel antritt, doch dafür kommen attraktive Teams aus dem Ortenaukreis in die Kahlenberghalle. Zum Beispiel die SG Scutro und die HSG Ortenau Süd oder die Reserveteams aus Altenheim, Hofweier und Schutterwald. "Die bringen auch mehr Fans mit als die Mannschaften vom Bodensee", sagt Große-Rohde. In der Saison 2015/16 spielten die Ringsheimer schon einmal in die Nordstaffel, kehrten danach aber wieder in den Süden zurück. "So kann es in der folgenden Saison wieder kommen", so Große-Rohde.

Mit 16 Teams präsentiert sich die Südbadenliga in der kommenden Saison, was daran liegt, dass es nach dem Abbruch der Saison 2019/20 keine Absteiger, aber drei Aufsteiger gab. Unter ihnen befindet sich auch der TuS Ottenheim, der in der Abschlusstabelle der Landesliga Nord zwar nur den zweiten Platz belegt hatte, aber nach einer Regelung des südbadischen Verbandes das Aufstiegsrecht angeboten bekam. Gerne nahmen die Ottenheimer dieses Angebot an, denn nun finden sie sich in einer Spielklasse, die als besonders attraktiv gilt, weil sie zahlreiche Derbys ermöglicht: zum Beispiel die Partien gegen HTV Meißenheim, HGW Hofweier, TuS Altenheim, SG Ohlsbach/Elgersweier, TuS Helmlingen, TV Herbolzheim und TuS Oberhausen. Auf welche Weise die Zahl der Teams in der Südbadenliga in den beiden Landesliga-Staffeln künftig reduziert wird – anzunehmen ist wohl eine Zielzahl von 14 – steht nicht fest. "Daran arbeiten wir noch", teile Männerhandball-Referent Frank Abele aus Herbolzheim mit.

Südbadenliga: HGW Hofweier, HTV Meißenheim, HU Freiburg (vorher HSG Freiburg), BSV Phönix Sinzheim, SG Kappelwindeck/Steinbach, SG Köndringen/Teningen II, SG Muggensturm/Kuppenheim, SG Ohlsbach/Elgersweier (vorher HC Hedos Elgersweier), TuS Altenheim, TuS Helmlingen, TuS Oberhausen, TuS Ottenheim (Aufsteiger), TV Ehingen (Aufsteiger), TV Herbolzheim, TV Oberkirch, TVS Baden-Baden II (Aufsteiger).

Landesliga Nord: BSV Phönix Sinzheim II, ASV Ottenhöfen, HGW Hofweier II, HR Rastatt/Niederbühl, HSG Hanauerland, HSG Hardt (Aufsteiger), HSG Ortenau Süd, SG Freudenstadt/Baiersbronn, SG Scutro (vorher Schuttern), SV Zunsweier (Aufsteiger), TS Ottersweier, TuS Altenheim II (Aufsteiger), TuS Großweier (Aufsteiger), TuS Helmlingen II, TuS Ringsheim (aus Landesliga Süd),TuS Schutterwald II.