Hart arbeiten, um helfen zu können

Sylvia Sredniawa

Von Sylvia Sredniawa

Fr, 14. Februar 2020

Elzach

Dieter Klausmann und seine Geschäftspartner spenden für Lebenshilfe, Ukrainehilfe und die BDH-Klinik Elzach.

ELZACH. Vor 45 Jahren ist Dieter (Jimmy) Klausmann ins Versicherungsgeschäft eingestiegen, als er begann, sich ein Taschengeld mit Schildern für Mofas zu verdienen. Das funktionierte gut und machte Spaß, so dass er das Versicherungswesen auch beruflich weiterverfolgte. Und dies mit Erfolg.

Viele Jahre war Klausmann für die Volksfürsorge und Generali tätig, bis sich deren Philosophie und auch seine eigene veränderte, erzählt er. Es wollte zwischen beiden nicht mehr so passen. Es folgte eine Umorientierung: Seit knapp zwei Jahren ist er zusammen mit Steven Mc Allister für die Allianz tätig. Und erneut sehr erfolgreich: Zweimal hintereinander kam die Klausmann & Mc Allister GbR in den Dr.-Hans-Hess-Club der 100 besten Agenturen, berichtete Vertreterbereichsleiter Sven Lindenberg von der Allianz-Geschäftsstelle Freiburg. Hier seien "Spitzenkräfte zum Branchenführer" gekommen. Mit seinen Vertragsabschlüssen von über 20 Millionen Euro und über 1500 Gewerbe- und Privatkunden habe Klausmann zusammen mit seinen Partneragenturen in Bad Krozingen, Karlsruhe, Frankfurt und Dortmund das 13-Fache von dem geleistet, was normal ist, bei betrieblicher Altersversorgung sogar das 18-Fache. Beim Allianz-Jahrestreffen in Freiburg erfolgte diese Woche die Ernennung der Klausmann & Mc Allister GbR zum Generalvertreter. "Herzlichen Dank, dass ihr bei uns seid", schloss Lindenberg.

Klausmann dankte seinen beruflichen Weggefährten, besonders Eva Goubert von der Partneragentur Bad Krozingen und Jörn Zahn von der Partneragentur Dortmund, sowie Mitarbeitern und seiner Familie, allen voran seinen drei Kindern. Von allen habe er viel gelernt – Genauigkeit und Nachvollziehbarkeit, das Loslegen und Anpacken, aber auch das Einfühlen in andere und die positive Sicht auf die Welt. Früher habe er auch eher "ganztags gearbeitet, so 70, 80 Stunden die Woche", kokettiert Klausmann ein wenig, und meint etwas ernster, recht "kapitalistisch" eingestellt gewesen zu sein. "Inzwischen arbeite ich halbtags, 40 bis 50 Stunden. Das reicht", lacht er. Das Private sei ihm jetzt so wichtig, dass er auch schon mal eine Tagung samt Preisverleihung sausen lässt, um mit seinem Sohn den versprochenen Ausflug zu machen. Ganz entscheidend wichtig für seinen Lebensweg sei auch die Fahrt mit der Ukrainehilfe gewesen – das tatkräftige und segensreiche Wirken dort habe ihn nachhaltig beeindruckt. Als Motiv für ihn, so engagiert zu arbeiten, wie er es tue, habe die damit verbundene Möglichkeit, etwas abgeben und Gutes unterstützen zu können, dadurch noch stärkere Bedeutung gewonnen.

So leitete Klausmann auch beim jüngsten Termin zu einer Spendenübergabe ein. Über je 1000 Euro konnten sich die Vertreter der Lebenshilfe im Kinzig- und Elztal, vom "Einlädele" und der Ukrainehilfe Freiburg sowie vom Förderverein der BDH-Klinik Elzach freuen. Bei der Ukrainehilfe, so berichtete Volker Höhlein, soll die Spende in die Anschaffung eines Fahrzeugs fließen, mit der in der Ukraine von Dorf zu Dorf gefahren wird, um Menschen zu unterstützen. Eberhard Hirschbolz vom Verein der Freunde und Förderer der BDH-Klinik Elzach kündigte an, dass die Spende für einen geplanten Begegnungsort mit Spielplatz auf dem Klinikgelände verwendet werden soll. Lutz Heubach von der Lebenshilfe ging auf das in Elzach geplante Wohnprojekt für Senioren ein, wo die Spende sinnvolle Anwendung finden werde. Alle drei erklärten ihre Projekte und dankten herzlich für die Spenden. Der Elzacher Bürgermeister Roland Tibi gratulierte Dieter Klausmann zu seinem Erfolg und würdigte ihn als "phänomenale Erscheinung", der "Herzblut reinlegt in alles, was er tut". Er sei froh, einen so erfolgreichen Unternehmer in Elzach zu haben.