Interview

Hat eine Ordensschwester eigentlich ein Privatleben?

Gabriele Hennicke

Von Gabriele Hennicke

Do, 19. März 2020 um 12:48 Uhr

Münstertal

BZ-Plus Sie arbeiten in Krankenhäusern, in der Pflege oder als Lehrerin – und eine von ihnen brennt Schnaps: Eine Schwester erzählt im Interview, wie der Alltag im Kloster St. Trudpert in Münstertal aussieht

Auch wenn die Klosterschwestern am heutigen Donnerstag intern den Josefstag feiern: Freizeit ist keine Kategorie, in der eine Klosterschwester denkt. Die Tage von Schwester Lima, einer der 72 Josefsschwestern im Kloster St. Trudpert in Münstertal, sind gefüllt mit Beten und Arbeiten. Im Gespräch mit Gabriele Hennicke berichtet die Ordensfrau, die 1995 aus Indien nach Münstertal kam, wie das Leben im Kloster abläuft.

BZ: Wie hat Ihr Tag heute angefangen, Schwester Lima?

Schwester Lima: Heute ist mein freier Tag, da beginnt der Tag um 6.15 Uhr mit der Heiligen Messe mit Laudes, dem Morgenlob. Wenn ich allerdings Frühschicht habe – ich arbeite auf unserer Pflege- und Krankenstation als Krankenschwester – dann beginnt mein Dienst schon um 6 Uhr. Nach der Heiligen Messe gibt es Frühstück und um 8 Uhr eine weitere Heilige Messe oder einen Wortgottesdienst, je nachdem, ob ein Priester zur Verfügung steht oder nicht.

"Selbst die alten Schwestern arbeiten mit, so gut sie können." Schwester Lima BZ: Der Orden der Schwestern vom Heiligen Josef orientiert sich in seiner Spiritualität an der Lebensregel der Benediktiner von Ora et Labora. In welchen Bereichen arbeiten die Schwestern?

Schwester Lima: Wir arbeiten in der Kranken- und Altenpflege, im ...

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