Heizung modernisieren

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 14. Januar 2021

Haus & Garten

Effiziente Technik reduziert nachhaltig Energiekosten und Emissionen.

Heizungsmodernisierung ist aktiver Klimaschutz – und dringend nötig, um die Energiewende voranzubringen. Etwa zwölf Millionen Wärmeerzeuger in deutschen Heizungskellern entsprechen Schätzungen zufolge nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik. Sie verbrauchen zu viel Energie, stellt der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) in einer Pressemitteilung fest.

Daher müsste die derzeitige Modernisierungsquote von rund 600 000 Geräten pro Jahr deutlich gesteigert werden, sagt beispielsweise Helmut Bramann, ZVSHK-Hauptgeschäftsführer.

Das Energieeinsparpotenzial betrage pro Einzelanlage bis zu 40 Prozent. Bei einer umfassenden Sanierung der Altbestände könne der deutsche Gesamt-Energieverbrauch um 15 Prozent verringert werden. Eine repräsentative Kantar-Emnid-Umfrage im Auftrag des ZVSHK unter deutschen Hausbesitzern fällt jedoch ernüchternd aus: 68 Prozent stuften die politische Umsetzung der Energiewende negativ ein, und nur 16 Prozent planen in den nächsten fünf Jahren den Einbau einer neuen Heizung. Nach Ansicht von Bramann agiere die Politik bei der Förderung energieeffizienter Wärmeerzeuger zu zögerlich, sonst läge die Modernisierungsquote höher.

Dabei bieten Heizungsindustrie und Fachhandwerk ein umfangreiches Spektrum hocheffizienter Lösungen unter Einbindung erneuerbarer Energien. Den neuesten Stand der Technik zeigte die Weltleitmesse ISH Mitte März 2020 in Frankfurt am Main.

Zwar wollen die Hausbesitzer laut Umfrage Kosten sparen und das Klima schützen, doch werden diese Vorteile noch ungenügend wahrgenommen. "Nach einem professionellen Heizungs-Check lässt sich meist bares Geld sparen", betont Bramann. Die standardisierte Prüfung durch den Heizungsbauer umfasse alle Komponenten. Mängel werden dem Kunden ebenso detailliert aufgezeigt wie sinnvolle Maßnahmen, um bei einer Heizungsmodernisierung oder -sanierung langfristig Energie und Kosten zu sparen.

Besonders große Chancen in der Modernisierung eröffnet die Digitalisierung. "Digital steuerbare Heizkessel sind beispielsweise mit Solarthermie auf dem Dach oder mit einem wassergeführten Kamin- oder Kachelofen kombinierbar", erklärt Helmut Bramann.

Im Zeitalter der Digitalisierung seien zudem ganz neue, gewerkeübergreifende Vernetzungen möglich. Und schließlich steigere eine Heizungsmodernisierung den Immobilienwert und sorge für ein gutes Wohnklima sowie geringere Nebenkosten.

Weitere Infos zu Fördermöglichkeiten und Adressen von Fachbetrieben: http://www.wasserwaermeluft.de