BZ-Interview

Herrenknecht zu Staufen: "Da waren Nichtkönner am Werk"

Jörg Buteweg und Bernd Kramer

Von Jörg Buteweg & Bernd Kramer

Di, 18. November 2014 um 07:55 Uhr

Wirtschaft

Martin Herrenknecht kritisiert, wie in Staufen nach Erdwärme gebohrt wurde. Der Kanzlerin wirft das CDU-Mitglied Opportunismus vor. Von Wirtschaftssanktionen gegen Russland hält der Maschinenbauer nichts.

BZ: Herr Herrenknecht, wie laufen die Geschäfte?
Herrenknecht: Sehr zufriedenstellend. Der Auftragseingang liegt nach neun Monaten 100 Millionen Euro über dem Vorjahresstand. Wir rechnen für das gesamte Jahr mit Bestellungen von 1,1 Milliarden Euro.

BZ: Und der Umsatz?
Herrenknecht: Der schwankt bei uns ja wegen des Projektgeschäfts stark. Wir rechnen für 2014 mit einem Umsatz auf Vorjahreshöhe.

BZ: Sie haben 2010 erstmals die Eine-Milliarde-Euro-Grenze beim Umsatz geknackt. Da stagniert der Umsatz seither mit Schwankungen. Ist Ihr Geschäft ausgereizt?
Herrenknecht: Pro Jahr werden weltweit mit Tunnelvortriebsmaschinen 1,4 Milliarden Euro umgesetzt. Davon haben wir eine Milliarde, den Rest machen vor allem chinesische Anbieter. Die bieten 20 Prozent billiger an als wir. Wir werden uns aber nicht auf einen Preiskampf einlassen. Ich bin sicher, dass die Kunden am Ende doch zu uns kommen, weil wir das bessere Produkt anbieten.

BZ: Sie haben diesen Markt erst geschaffen. Sie sind Weltmarktführer. Jetzt stecken Sie in einer Sackgasse.
Herrenknecht: Nein. Bisher haben wir horizontal gebohrt. Jetzt steigen wir ins Geschäft mit Vertikalbohrungen ein.

BZ: Also in die Tiefe.
Herrenknecht: Genau. Ich sehe in der Geothermie sowie im Mining, also in der Erschließung und Nutzung von Erdwärme und Rohstoffen, große Möglichkeiten. Außerdem bieten wir die nötige Technik für die Öl- und ...

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