Fußball-Bundesliga

Hoffenheimer Stürmer Kramaric ist in Freiburg auf Rekordjagd

dpa

Von dpa

Sa, 24. April 2021 um 10:24 Uhr

1. Bundesliga

Am Samstag empfängt der SC Freiburg die TSG Hoffenheim zum badischen Derby. TSG-Stürmer Andrej Kramaric könnte da seinen persönlich Torrekord einstellen. Der Torjäger ist für Hoffenheim Gold wert.

Andrej Kramaric ist für die TSG 1899 Hoffenheim längst so etwas wie eine Lebensversicherung in der Fußball-Bundesliga. In der Partie beim SC Freiburg kann der kroatische Vize-Weltmeister nun seinen Torrekord einstellen. "In Freiburg wollen wir an die Leistung vom Spiel gegen Gladbach anknüpfen", sagte der 29-Jährige nach dem hart umkämpften und viel umjubelten 3:2-Sieg gegen die Borussia unter der Woche.

Kramaric steht nach nur 24 Partien bei 16 Treffern

Gegen Mönchengladbach erzielte Kramaric seine Saisontreffer Nummer 15 und 16 – und das in nur 24 Partien. Nach einer Corona-Erkrankung war der Torjäger länger nicht auf die Beine gekommen und kämpfte immer wieder mit Verletzungen. In der Spielzeit 2018/19 kam er auf den persönlichen Bestwert von 17 Treffern. Seit der Stürmer im Januar 2016 von Leicester City kam, traf er auch in fünf seiner sieben Begegnungen gegen Freiburg. Sein Wert lässt sich zudem daran bemessen, dass er mit 14 seiner 16 Liga-Tore seinem Team zu Punkten verhalf. Kramaric ist nicht nur einer der Dauerläufer der Hoffenheimer, sondern einer, der auf dem Platz viele Hilfestellungen gibt. "Ich sehe das auch im Training, dass er sich bei den Jungen einbringt", sagte Hoeneß lobend und dankbar: "Er versteht sehr viel von Fußball."

Ob die Kraichgauer auch in der nächsten Saison auf Kramaric bauen können, ist ungewiss. Sein Vertrag läuft zwar bis 30. Juni 2022, aber in diesem Sommer könnten die Hoffenheimer richtig Geld mit ihrem Juwel machen – zumal sich der Angreifer bei der EM weiter empfehlen kann. Kramaric selbst deutete in kroatischen Medien an, dass es möglicherweise Zeit für einen Tapetenwechsel sei.

Hoffenheim will in Freiburg dem Klassenerhalt näherkommen

Für Kramaric und Kollegen geht es in Freiburg darum, dem Klassenverbleib rechnerisch näherzukommen. Zumal sich durch den geänderten Spielplan nach der Corona-Quarantäne von Hertha BSC die Abstiegsfrage bis ans Saisonende ziehen könnte – und am letzten Spieltag kommen die Berliner nach Sinsheim. Durch die Verlegungen sieht Hoeneß auch indirekte Folgen für die Konkurrenz. "Das verändert schon etwas, insbesondere für die Hertha, aber auch für andere Clubs", sagte der 38-Jährige mit Blick auf die Partie in Freiburg: Der badische Rivale hätte unter der Woche ursprünglich in Berlin antreten müssen und sei nach der Absage jetzt frisch.