Hoffnung auf Klarheit beim Endlager

Markus Baier

Von Markus Baier

Do, 22. September 2022

Kreis Waldshut

Die Schweizer Behörden sollen die Entscheidung erklären / Infoveranstaltung des Bundesamtes für Sicherheit der nuklearen Entsorgung.

. Die Entscheidung der Schweiz für das Gebiet Nördlich Lägern als Standort für das atomare Endlager hat in der Region viel Unverständnis und Empörung hervorgerufen. Eine erste Infoveranstaltung in der Gemeinde Hohentengen, in deren unmittelbarer Nachbarschaft sich der Lagerstandort befindet und die somit von Bau und Betrieb der Anlage am meisten betroffen wäre, war nicht dazu angetan, Unklarheiten zu beseitigen oder gar die Wogen zu glätten.

Nun legt das Bundesamt für Sicherheit der nuklearen Entsorgung (Base) nach: Heute, Donnerstag, 22. September, soll es eine weitere Info-Veranstaltung geben, dieses Mal in Waldshut-Tiengen. In der Waldshuter Stadthalle sollen Experten des Schweizer Bundesamts für Energie (BfE) und der Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) noch einmal dabei helfen, Licht ins Dunkel zu bringen.

Warum wird der Atommüll im Zwischenlager Würenlingen verpackt und dann quer durch den Aargau zum Endlager transportiert? Was ist mit Sicherheit, finanzieller Beteiligung, Möglichkeiten der Einflussnahme auf diese Entscheidung von deutscher Seite her? Das sind gerade für die von der Entscheidung unmittelbar betroffenen Menschen diesseits der Grenze drängende Fragen. Nicht minder bedeutsam: Wie geht es weiter? Ist ein Dialog auf Augenhöhe überhaupt möglich? Sind die Würfel gefallen? Hier will das Base Hilfestellung und Antwort vermitteln: "Ziel der Veranstaltung ist es, eine Plattform zum Dialog mit den Schweizer Akteuren für die deutsche Öffentlichkeit in der Grenzregion zu schaffen." Das Base koordiniert bei der Schweizer Endlagersuche zugleich die grenzüberschreitende Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung und unterstützt das Bundesumweltministerium bei der Begleitung des Verfahrens mit seiner Fach- und Beteiligungsexpertise. Die Veranstaltung wird ab 19 Uhr unter http://www.base.bund.de online übertragen. Eine Anmeldung zu der Veranstaltung ist nicht erforderlich. Fragen oder Themen, die diskutiert werden sollen, können vorab an [email protected] geschickt werden.Um 17.30 Uhr gibt's einen Infomarkt im Foyer der Stadthalle. Das Base informiert auch über die deutsche Endlagersuche.

Info: Die Info-Veranstaltungen finden online statt am Mittwoch, 5. Oktober, 17 bis 18.30 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Die Zugangsdaten werden vor Veranstaltungsbeginn unter http://www.endlagersuche-infoplattform.de veröffentlicht.