Tod im Tiergehege

Im Mundenhof in Freiburg sterben immer wieder Tiere, weil Besucher sie füttern

Claudia Förster Ribet

Von Claudia Förster Ribet

Di, 20. August 2019 um 17:44 Uhr

Mundenhof

BZ-Plus Am Mundenhof ist das Füttern der Tiere verboten. Einige Besucher ignorieren das Verbot, obschon überall Schilder stehen. Für manche Tiere endet das tödlich, wie das Beispiel der Strauße zeigt.

Mit einem Ruck reißt Straußenhahn Ikarus ein Salatblatt ab. Dabei schleudert er den Salatkopf in die Luft, wo ihn Straußendame Trudi auffängt und sich ebenfalls eine Portion abrupft. Unter den Stelzenbeinen ihrer Eltern rennen zwei gescheckte Straußenküken umher und picken nach ihrem Lieblingsessen, das Zootierpflegerin Alina Wellmann auf einem Tablett serviert: Klein geschnippelte Spitzwegerich- und Löwenzahnblätter. Von dem Familienmittagessen bekommen die Mundenhof-Besucher allerdings nichts mit – und daran sind sie selbst schuld.

"Füttern ist den Besuchern im gesamten Park untersagt", sagt Tierpflegerin Wellmann, "und obwohl überall Schilder stehen, ignorieren die Leute das Verbot." Jeden Tag bekommen die Tierpfleger auf dem Mundenhof mit, dass Tiere von Besuchern mit Brot, Bananen oder sogar Süßigkeiten gefüttert werden. Und auch wenn die Leute es nur gut ...

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