Studie
In Baden-Württemberg fehlen noch 41.000 Kitaplätze für Kleinkinder
Laut einer aktuellen Studie reicht das Platzangebot in den Kitas im Land noch immer nicht aus. In einigen Gemeinden in Südbaden aber hat sich die Lage etwas entspannt.
BZ-Redaktion & dpa
So, 30. Nov 2025, 16:29 Uhr
Südwest
Thema: Kita
Wir benötigen Ihre Zustimmung um BotTalk anzuzeigen
Unter Umständen sammelt BotTalk personenbezogene Daten für eigene Zwecke und verarbeitet diese in einem Land mit nach EU-Standards nicht ausreichenden Datenschutzniveau.
Durch Klick auf "Akzeptieren" geben Sie Ihre Einwilligung für die Datenübermittlung, die Sie jederzeit über Cookie-Einstellungen widerrufen können.
AkzeptierenMehr Informationen
Laut der Studie wünschen sich Eltern für insgesamt 138.400 Kinder dieser Altersgruppe einen Betreuungsplatz. Rund 97.300 Kinder wurden in einer staatlich geförderte Kita betreut oder hatten einen geförderten Platz bei Tageseltern. In die Berechnung des arbeitgebernahen Instituts war eine repräsentative Befragung der Regierung zu den Betreuungswünschen eingeflossen.
Noch immer lässt sich ein großer Unterschied zwischen Ost und West erkennen: In Ostdeutschland haben laut Studie 7,3 Prozent der Kinder unter drei mit Bedarf keinen Platz – im Westen 15,6 Prozent.
Der Studie zufolge sind die rechnerischen Lücken in Baden-Württemberg und Bayern (12,8 Prozent) trotz ähnlich niedriger Betreuungsquoten kleiner, da die Eltern einen geringeren Betreuungsbedarf angeben. Dies könnte mit traditionelleren Vorstellungen vom Familienleben zusammenhängen, heißt es beim IW. Zugleich spielen unterschiedliche Rahmenbedingungen – etwa die Beteiligung der Eltern an Betreuungskosten – eine wichtige Rolle. Die meisten Gemeinden in Südbaden hatten die Kitagebühren aufgrund der angespannten Kassenlage zuletzt teilweise deutlich angehoben.
Das IW fordert, die Politik müsse vor allem im Westen den Ausbau der Betreuungsinfrastruktur weiter vorantreiben.
Insgesamt sinkt die Zahl der betreuten Kinder in Deutschland allerdings seit 2023. Der Hauptgrund sind deutlich abnehmende Kinderzahlen.
Dies spüren auch viele Gemeinden in Südbaden. Zuletzt war vielerorts zu hören, dass sich die Mangellage der vergangenen Jahre langsam entspanne. So heißt es etwa aus Offenburg, dass das Angebot teilweise größer sei als die Nachfrage. Auch in Freiburg sind die Wartelisten der Kitaträger inzwischen kürzer. Gleiches gilt für Tageseltern, die nun häufiger freie Plätze haben.