Leitartikel

In der katholischen Kirche ist die Aussöhnung mit den Missbrauchsopfern gefährdet

Sebastian Kaiser

Von Sebastian Kaiser

Do, 23. Januar 2020 um 22:03 Uhr

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BZ-Plus Nach dem Missbrauchsskandal wurde bei den Opfern bezüglich einer Entschädigung finanzielle Erwartungen geweckt, von vielen Bistümer nicht zu stemmen sind. Das gefährdet die Aussöhnung.

Es war der Jesuitenpater und damalige Leiter des Berliner Canisius-Kollegs, Klaus Mertes, der Anfang 2010 mit einem Brief den Anfang dafür machte, dass zahlreiche Missbrauchsfälle in Einrichtungen der katholischen Kirche bekannt wurden. Nun, zehn Jahre später steckt die Kirche mitten in der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals, der zahlreiche Kirchenaustritte und einen immensen Vertrauensverlust zur Folge hatte. Sie hat dabei zweifellos Fortschritte gemacht – abgeschlossen ist dieser Prozess aber noch lange nicht.

Es ist die ältere Bischofsgeneration, die überwiegend ...

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