In der Toskana Sloweniens

Uwe Baumann

Von Uwe Baumann

Di, 11. Februar 2020 um 14:40 Uhr

Reise


Wir haben uns einfach mit dem Auto treiben lassen. Ein Schild am Straßenrand weist auf ein Weingut hin und zurück nach Ljubljana ist es noch ein ganzes Stück. Also besser gleich einkehren, bevor die Dämmerung hereinbricht. Sie hätten schon geschlossen, aber eine Suppe könnten wir gern haben, meint die Wirtin. Dankbar nehmen wir Platz. Von der Terrasse öffnet sich der freie Blick über die Hügellandschaft. Eine Katze räkelt sich in der Abendsonne, die die Weinberge in ein samtweiches Licht taucht. Genauso samtig schmeckt auch der dunkle Rotwein in meinem Glas. Er stammt von den Reben dieser Hügel um das slowenische Dorf Šmartno. Bio und lecker. Still genießen wir die Aussicht. Im Gold der Dämmerung ist die Szenerie fast unwirklich. Oft hat der Landstrich die Nationalität gewechselt: Österreich, Jugoslawien, Italien, wieder Jugoslawien und jetzt Slowenien – eine leidvolle Geschichte. Welch ein Kontrast zu dieser unschuldigen Landschaft. Eine wohlige Zufriedenheit überkommt mich. In diesem friedlichen Moment scheint alles perfekt.
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