Jugendliche deutlich mehr online

dpa

Von dpa

Do, 30. Juli 2020

Panorama

Eine Studie zeigt, wie sich die Zeit an Spielekonsolen während des Lockdowns mehr als verdoppelte.

Kinder und Jugendliche haben während des Corona-Lockdowns einer Studie zufolge 75 Prozent mehr Zeit mit digitalen Spielen verbracht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung zur Mediennutzung der Krankenkasse DAK-Gesundheit zusammen mit Forschern des Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Im September 2019 lag die durchschnittliche Spieldauer bei Kindern zwischen 10 und 17 Jahren werktags noch bei 79 Minuten, im April – also rund vier Wochen nach Beginn des Lockdowns – kletterte sie auf 139 Minuten. Natürlich ist die vermehrte Bespaßung durch Medien kein generelles Jugendproblem: Während des Lockdowns verzeichnete der Streaminganbieter Netflix mit über zehn Millionen Neukunden ein Rekordquartal. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig (CSU), sprach sich angesichts der Studie für eine Verbesserung der Medienkompetenz sowohl bei Kindern und Jugendlichen als auch bei Erwachsenen aus.