Kanäle werden untersucht

Mario Schöneberg

Von Mario Schöneberg

Sa, 04. Juli 2020

Merdingen

Probleme in Merdingen vor allem bei Hausanschlüssen.

Aufgrund der Vorgaben der Eigenkontrollverordnung habe die Gemeinde kürzlich die Abwasser- und Regenwasserkanäle in der Merdinger Kirchgasse untersucht, informierte Merdingens Bürgermeister Martin Rupp kürzlich den Gemeinderat. Dabei seien insbesondere Probleme bei den Hausanschlüssen der Regenwasserkanäle aufgefallen. Diese seien zum Teil bis zu 90 Prozent durch Löss, Kies oder gar Beton verstopft. Dies sei bei einer Video-Befahrung entdeckt worden.

Weiter verschärft würden die Probleme dadurch, dass viele der gut 35 Hausanschlüsse in dem Bereich über keine der heute üblichen Kontrollschächte verfügten, erklärte Rupp. Daher sei es dort nicht möglich, die Verstopfungen einfach per Roboter auszufräsen.

In nächster Zeit möchte die Gemeinde nun die Kanalsanierung in diesem Bereich angehen, sagt der Bürgermeister. Positiv sei, dass zumindest die Abwasserkanäle in überwiegend gutem Zustand seien. Die Verwaltung werde nun mit jedem betroffenen Hauseigentümer Kontakt aufnehmen und anbieten, sich an der Ausschreibung für die Sanierung der Gemeindekanäle zu beteiligen, um Kosten zu sparen. Gemeinsam mit dem beauftragten Ingenieurbüro solle hierzu ein Sanierungskonzept entwickelt werden.

Grundsätzlich, so erklärte Rupp auf Nachfrage, sei jeder Eigentümer für seine Hausanschlüsse beziehungsweise Kanäle, die bis zur Grundstücksgrenze reichten, verantwortlich und hafte, wenn die Verstopfungen dort zu Schäden führten. Wenn es zum Beispiel wieder zur Absenkung von Gehwegen komme, wisse man nun, wo die Ursache liegen könne.