Kein Sichtbeton für Fassade des Rathausanbaus

Hans-Peter Müller

Von Hans-Peter Müller

Do, 22. Juli 2021

Bad Krozingen

Dämmziegel und Putz günstiger.

Das Rathaus Bad Krozingen erhält auf dem daneben liegenden Grundstück des früheren, inzwischen abgerissenen Sporthauses Bleile einen großen Anbau. Damit sollen alle derzeit über die halbe Stadt in teils angemieteten Räumen verteilten Arbeitsplätze der Verwaltung zentralisiert und Reserven für die Notwendigkeiten als künftige Große Kreisstadt geschaffen werden. In verschiedenen Runden im Gemeinderat wurde der Bau beschlossen und zuletzt in der Juni-Sitzung mit einem Deckel von 5,9 Millionen Euro an Gesamtkosten versehen (BZ vom 9. Juni). Offen blieb damals die Frage der Fassadengestaltung.

Die mit der Planung beauftragten K9-Architekten hatten eine Außenhaut in Sichtbeton favorisiert, was ästhetisch im Rat zwar durchaus Anklang fand, allerdings unter dem Kostenvorbehalt näher geprüft werden sollte. Nach einer Besichtigungstour zu Gebäuden mit Sichtbeton-Fassade und weiteren Beratungen stellte Baudezernent Lorenz Wehrle nun in der jüngsten Gemeinderatssitzung am Montagabend eine geänderte Planung vor.

Favorisiert und vom Gemeinderat letztlich einstimmig befürwortet wird nun eine hochwertige Putzfassade, die auf gebrannte Hohlraumdämmziegel mit einer Stärke von über 42 cm aufgebracht wird, die vor die eigentliche Stahlbetonwand vorgemauert werden. Das Gebäude werde so massiv und robust und hervorragend wärmegedämmt. Die Variante sei besonders ökologisch und klimafreundlich und mit rund 240 000 Euro mindestens 110 000 Euro günstiger als eine Sichtbetonfassade, von der die Architekten nun auch Abstand genommen hätten.