"Jede Spende hilft"

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 22. Juni 2019

Kenzingen

Zarok nimmt jesidische Waisen im Nordirak in Hilfsprojekt auf.

KENZINGEN (BZ). Der Kenzinger Verein Zarok nimmt vier jesidische Waisen in ein Hilfsprojekt im Flüchtlingslager Sharya im Nordirak auf. Das geht aus einer Pressemitteilung des Vereins hervor. Die Kinder seien viereinhalb Jahre lang vom Islamischen Staat versklavt worden – und durch die Hölle gegangen. Der Verein führe im Krisengebiet seit fünf Jahren Projekte durch und sei inzwischen mit lokalen und internationalen Hilfsorganisationen gut vernetzt, heißt es. Da das Vorstandsteam ehrenamtlich arbeite und auch alle Reise- und Aufenthaltskosten im Nordirak privat beglichen würden, kämen Spenden den Projekten zugute.

Alle vier Kinder und die einzige überlebende Mutter wurden Mitte Mai in das nunmehr bereits dritte Traumabearbeitungsprojekt aufgenommen. Dieses Projekt sei bereits von Zarok und der Schweizer Organisation Khaima hälftig mit je 5000 Dollar für drei Monate finanziert worden. Aufgrund der besonderen Problematik der Kinder reichen die bisherigen Kapazitäten nicht aus. Das Programm müsse erweitert werden, um ihnen Kindern angemessen helfen zu können.

Herausforderungen wie fehlende Verständigungsmöglichkeiten mit den Kindern, die ihre Muttersprache in der Gefangenschaft verlernt haben und jetzt nur noch Arabisch sprechen, machten zusätzliche Ressourcen notwendig. Psychologinnen haben die Kinder in Gruppentherapien integriert, kleinere Gruppen gebildet, weitere Therapiezeiten eingeführt und sich mit einer pädagogischen Fachkraft personell verstärkt. Zusätzlich werden neue Wege in der Spieltherapie beschritten. Das neue Programm ist wieder auf drei Monate angelegt. Zarok wird weitere 3500 Dollar für Erweiterung einsetzen. "Jede Spende hilft, so klein sie auch sein mag", versichern Susanne Dorer und Sigrid Leder-Zuther vom Vorstandsteam.

Weitere Infos unter:  http://www.zarok.de