KGV diskutiert Zukunftschancen

Dorothée Kuhlmann

Von Dorothée Kuhlmann

Do, 27. Juni 2019 um 10:45 Uhr

Grafenhausen

Kur- und Gewerbeverein Grafenhausen möchte Mitglieder stärker motivieren und sich eine klarere Linie geben

GRAFENHAUSEN. Der Kur- und Gewerbeverein Grafenhausen (KGV) hat 2018 wieder so einiges auf die Beine gestellt. Beim Tag der Vereine war man vertreten, hat den Weg Grafenhausens zur Fair Trade-Gemeinde unterstützt, war bei den Aktionen zum Dorf der 1000 Sterne mit dabei und hat die "Grafhuser Vielfalt" organisiert. "Allerdings ist es doch inzwischen recht schwierig, die Mitglieder zu Aktivitäten zu motivieren", meinte Vorsitzende Johanna Gänswein bedauernd bei ihrem Jahresrückblick.

Die Schwierigkeit der Motivation habe sich bei der Organisation der "Grafhuser Vielfalt" und des Weihnachtsmarktes deutlich gezeigt, so Johanna Gänswein. Der Weihnachtsmarkt war ja schlussendlich mangels Teilnehmeranmeldungen gestrichen worden. Der daraufhin von Inge Gantert initiierte Adventsmarkt war dann allerdings ein voller Erfolg. "Auch in diesem Jahr soll solch ein Adventsmarkt wieder stattfinden, und das werden wir voll unterstützen," betonte Johanna Gänswein.

Die Zukunft des KGV Grafenhausen war dann auch Hauptthema der weiteren Hauptversammlung. Anregungen hatten sich die Mitglieder Anfang dieses Jahres in Elzach geholt. Der dortige KGV hatte vor einigen Jahren vor dem Aus gestanden. Man habe sich dort dann professionelle Hilfe geholt und stehe heute sehr gut da – mit deutlich gestiegener Mitgliederzahl und guten Veranstaltungen, zeigten sich die Grafenhausener Vorstandsmitglieder beeindruckt.

Natürlich seien die Voraussetzungen in Elzach andere als in Grafenhausen, aber es sei vielleicht doch sinnvoll, sich einmal Rat von außen zu holen, so der Tenor. "Was uns fehlt, ist so ein bisschen eine klare eigene Richtung, ein Plan", so der selbstkritische Blick der Mitglieder. Es sollen die Vereinsmitglieder, derzeit sind es 61, vermehrt angesprochen werden und auch die größeren Firmen im Ort mit ins Boot geholt werden. "Bei den Veranstaltungen wie der ’Grafhuser Vielfalt’ geht es ja nicht um den augenblicklichen Verkaufserfolg, sondern um die Repräsentation des Betriebes und des Ortes", stellte der stellvertretende Vorsitzende Udo Putnik heraus. "Wir müssen wieder besser zeigen, was es alles im Dorf gibt", sagte Simon Stiegeler. "Der Gedanke, dass es etwas fürs Dorf bringt und jeder etwas davon hat, muss wieder in den Vordergrund rücken", unterstrich Anita Müller-Berthold. Ideen gibt es bei den Vorstandsmitgliedern und interessierten Mitgliedern des Grafenhausener KGV genug. Für die Umsetzung und das "wie angehen" will sich der Vorstand Ideen von außen holen. "Man wird ja manchmal betriebsblind, wenn man immer so für sich arbeitet", unterstütze Clemens Dienstberger diese Idee.

Der Vorstand wurde bei der Hauptversammlung gewählt: Vorsitzende sind Johanna Gänswein und Udo Putnik. Friedhelm Isele stellte sich nach nunmehr fast zwei Jahrzehnten aktiver Vorstandsarbeit nicht mehr zur Wahl. Die Kasse übernimmt weiterhin Clemens Dienstberger, der sich bereit erklärte, das Amt des Schriftführers kommissarisch zu führen. Beisitzer sind Anita Müller-Berthold, Lorenz Baschnagel und Mario Sydler.