Dreisamtal

Leidenschaft im Zweivierteltakt

Kathrin Blum

Von Kathrin Blum

Do, 12. Juni 2014 um 13:46 Uhr

Kirchzarten

Er kann weder Bandoneon spielen, noch Tango tanzen – und trotzdem liebt er das Tango-typische Instrument: Axel Steinhart aus dem Dreisamtal sammelt Bandoneons. Einen Teil seiner rund 450 Exemplare stellt er jetzt einem Museum zur Verfügung.

DREISAMTAL. Wohin das Auge blickt: üppig verzierte Holzgehäuse, lederne Blasebälge, cremeweiße Knöpfe. Axel Steinhart sammelt Bandoneons. Wie viele es sind, weiß er nicht; hat er doch aufgehört zu zählen. 450 sind es aber mindestens. Ein Teil der beeindruckenden Sammlung kann bald bewundert werden: im geplanten Tango- und Bandoneonmuseum in Staufen. Steinhart stellt dafür nicht nur seine Instrumente, sondern auch einen Teil seiner 3500 Tango-Schellackplatten, etliche Autogrammkarten berühmter Tangomusiker, Fotos, Partituren – und seinen großen Wissensschatz zur Verfügung.

Axel Steinharts Leidenschaft mag verwundern. Er ist – wie er selbst einräumt – weder ein begnadeter Tangotänzer, noch beherrscht er das Bandoneonspiel. Und trotzdem schlägt sein Herz für die Musik, die ohne Bandoneon undenkbar wäre. Die Begeisterung für dieses Handzuginstrument hat er geerbt. Vater Konrad Steinhart spielte mit großer Begeisterung Akkordeon – und verliebte sich in den 50er Jahren in den Klang des Bandoneons, als sein Bruder mit einigen Tangoschallplatten im Gepäck von einer Brasilienreise heimkehrte.

"Viele Jahre hat mein Vater von einem eigenen Bandoneon geträumt, aber erst 1971 konnte er sich diesen Wunsch erfüllen", erinnert sich Axel Steinhart. 30 Mark bezahlte Vater Steinhart für sein erstes Bandoneon, das er einem Musiker in Achkarren abgekauft hat. ...

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