75 Jahre Lucerne Festival

Michael Haefliger: „Klassik war nie so breitenwirksam“

Alexander Dick

Von Alexander Dick

Fr, 09. August 2013

Klassik

BZ-INTERVIEW: Michael Haefliger über 75 Jahre Lucerne Festival.

In der europäischen Festspiellandschaft gilt das Lucerne Festival als Top-Adresse. Im Wagner-Jahr 2013 feiert es sein 75-jähriges Bestehen unter dem Motto "Révolution". Alexander Dick unterhielt sich mit dem Intendanten Michael Haefliger über die Umbrüche in Vergangenheit, Gegenwart – und jene, die in der Zukunft bevorstehen.

BZ: Herr Haefliger, im Grunde ließe sich auch sagen, dass Richard Wagner indirekt seinen Anteil an der Gründung hatte?
Haefliger: Sicherlich. Er hat dort gelebt, wo das Festival gegründet wurde, in Tribschen. Arturo Toscanini und die Gründer hatten bewusst an einem Ort begonnen, an dem ein großer Komponist wohnte. Das war eine sehr glückliche Fügung. Eines der Werke, das damals gespielt wurde, war ja Wagners "Siegfried-Idyll", komponiert in Tribschen. Und das erklingt jetzt auch bei der Eröffnung des Festivals.

BZ: Sie bringen zum 75. Festival-Geburtstag Wagners "Ring" zur Aufführung – konzertant. Was waren die Intentionen?
Haefliger: Es hat sich einfach ergeben. Der Kontakt zum Dirigenten Jonathan Nott bestand, und ursprünglich wollte er die "Götterdämmerung" aufführen. Da hab’ ich ihn gefragt, ob wir den ganzen "Ring" machen könnten – und die Antwort kam postwendend: ja. Die Idee ist vor drei Jahren entstanden und ich dachte, dass eine konzertante Aufführung ein tolles Jubiläumsprojekt sein könne. Und Richard Wagner hat zum Thema "Revolution" quasi eine Vorbildfunktion.

BZ: Der "Ring" wird ja nun nicht selten gespielt in unserer Zeit. Wie erklären Sie sich die ungebrochene ...

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