Kretschmann: Greta Thunberg redet einfach Blödsinn

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann kontert die Kritik der Klimaaktivistin Greta Thunberg. Die Proteste gehen nach der Räumung von Lützerath weiter.
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat Kritik der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg an seiner Partei mit scharfen Worten zurückgewiesen. Thunbergs Vorwurf, von Grünen mitgetragene Energiepolitik sei "Verrat an den künftigen und gegenwärtigen Generationen", widersprach er. Diese Aussage sei "einfach Blödsinn – es wird nichts verraten". Tatsächlich sei es den Grünen gelungen, den Kohleausstieg um Jahre vorzuziehen.
Thunberg hatte bei Protesten für den Erhalt des von Abbaggerung betroffenen Ortes Lützerath am Samstag eine leidenschaftliche Rede gegen den weiteren Kohleabbau gehalten. Sie nannte es "eine Schande", dass Deutschland trotz der Klimakrise weiter Verträge mit Energieunternehmen wie RWE abschließe, die Kohle abbauen und verfeuern würden. Laut Kretschmann ist der Protest gegen die Räumung von Lützerath zwar legitim, aber "das falsche Symbol". Das Ergebnis der Verhandlungen sei ja gewesen, dass vier Ortschaften erhalten bleiben. "Gegen den Erfolg im Klimaschutz zu demonstrieren, macht nicht wirklich Sinn", sagte der Grünen-Politiker.
Unterdessen haben Klimaaktivisten am Dienstag an mehreren Orten in NRW ihre Proteste gegen den Abbau von Braunkohle und den Abriss von Lützerath fortgesetzt. Erneut kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei. In der Nähe der inzwischen geräumten und zum Abriss vorgesehenen Ortschaft Lützerath versammelten sich mehrere hundert Demonstranten. Darunter auch Thunberg. Laut Polizei lösten sich Menschen aus der Demonstration heraus und machten sich in Richtung des Tagebaus Garzweiler auf. Das Betreten der steilen Tagebaukante ist untersagt. Im Anschluss kam es zu Konfrontationen, die Polizei setzte Schlagstöcke, Pfefferspray und Beamte auf Pferden ein. Lützerath selbst war in den vergangenen Tagen von der Polizei geräumt worden. Nach der Demonstration gelangte nach Angaben des Energiekonzerns RWE eine Person in den Braunkohletagebau. "Das ist natürlich grob leichtsinnig, was der da macht", sagte ein RWE-Sprecher. Der Mann wurde demnach am Dienstagabend vom Höheninterventionsteam der Polizei gerettet.
Im Braunkohletagebau Inden wurde ein Schaufelradbagger besetzt, der daraufhin zeitweise die Arbeit einstellen musste. Die Polizei Aachen sprach von 20 bis 30 beteiligten Aktivisten, ein Sprecher des Energiekonzerns RWE von 30 bis 40. Alle seien am Ende freiwillig vom Bagger geklettert, sagte ein Polizeisprecher.
Aktivisten der Gruppe Extinction Rebellion klebten sich in Düsseldorf am NRW-Innenministerium fest, später gingen sie freiwillig oder wurden weggetragen. Am Landtag versammelten sich rund 150 Demonstranten. Aktivisten besetzten zwei Zufahrtsstraßen zum Tagebau Garzweiler.
Thunberg hatte bei Protesten für den Erhalt des von Abbaggerung betroffenen Ortes Lützerath am Samstag eine leidenschaftliche Rede gegen den weiteren Kohleabbau gehalten. Sie nannte es "eine Schande", dass Deutschland trotz der Klimakrise weiter Verträge mit Energieunternehmen wie RWE abschließe, die Kohle abbauen und verfeuern würden. Laut Kretschmann ist der Protest gegen die Räumung von Lützerath zwar legitim, aber "das falsche Symbol". Das Ergebnis der Verhandlungen sei ja gewesen, dass vier Ortschaften erhalten bleiben. "Gegen den Erfolg im Klimaschutz zu demonstrieren, macht nicht wirklich Sinn", sagte der Grünen-Politiker.
Unterdessen haben Klimaaktivisten am Dienstag an mehreren Orten in NRW ihre Proteste gegen den Abbau von Braunkohle und den Abriss von Lützerath fortgesetzt. Erneut kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei. In der Nähe der inzwischen geräumten und zum Abriss vorgesehenen Ortschaft Lützerath versammelten sich mehrere hundert Demonstranten. Darunter auch Thunberg. Laut Polizei lösten sich Menschen aus der Demonstration heraus und machten sich in Richtung des Tagebaus Garzweiler auf. Das Betreten der steilen Tagebaukante ist untersagt. Im Anschluss kam es zu Konfrontationen, die Polizei setzte Schlagstöcke, Pfefferspray und Beamte auf Pferden ein. Lützerath selbst war in den vergangenen Tagen von der Polizei geräumt worden. Nach der Demonstration gelangte nach Angaben des Energiekonzerns RWE eine Person in den Braunkohletagebau. "Das ist natürlich grob leichtsinnig, was der da macht", sagte ein RWE-Sprecher. Der Mann wurde demnach am Dienstagabend vom Höheninterventionsteam der Polizei gerettet.
Im Braunkohletagebau Inden wurde ein Schaufelradbagger besetzt, der daraufhin zeitweise die Arbeit einstellen musste. Die Polizei Aachen sprach von 20 bis 30 beteiligten Aktivisten, ein Sprecher des Energiekonzerns RWE von 30 bis 40. Alle seien am Ende freiwillig vom Bagger geklettert, sagte ein Polizeisprecher.
Aktivisten der Gruppe Extinction Rebellion klebten sich in Düsseldorf am NRW-Innenministerium fest, später gingen sie freiwillig oder wurden weggetragen. Am Landtag versammelten sich rund 150 Demonstranten. Aktivisten besetzten zwei Zufahrtsstraßen zum Tagebau Garzweiler.