Pandemie

Kretschmann: Wir durften im Kampf gegen Corona nicht zögerlich sein

kna

Von kna

Di, 24. Januar 2023 um 16:48 Uhr

Südwest

Ende Januar endet im öffentlichen Nahverkehr die Maskenpflicht. Baden-Württembergs Gesundheitsminister Lucha empfiehlt dennoch die Maske in geschlossenen Räumen.

Drei Jahre nach Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland sieht Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) keine gravierenden Fehler in seiner Politik gegen das Virus. "Je ne regrette rien - ich bereue nichts", sagte Kretschmann am Dienstag in Stuttgart vor Journalisten. Er habe zu jedem Zeitpunkt nach dem Wissen gehandelt, das er unter Beteiligung von Experten haben konnte.

In einer Pandemie dürfe man nicht zögerlich sein, betonte der Ministerpräsident. Als Kompass habe ihm Artikel 2 des Grundgesetzes gedient, der das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit garantiere. Mit dem Wissen von heute würde er allerdings manches anders machen, insbesondere um Schüler und Studenten vor Schäden zu bewahren.

Da man von einer Pandemie zu einer Endemie übergegangen sei, trage er heute nur noch an Orten eine Schutzmaske, wo es gesetzlich vorgeschrieben sei, sagte Kretschmann. Er bezeichnete sich als "großen Impfanhänger" und sei viermal gegen Corona sowie gegen Influenza und seit Kurzem auch gegen Gürtelrose geimpft.
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Ebenfalls am Dienstag gab Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) die am 31. Januar in Kraft tretenden Änderungen in der Corona-Verordnung des Landes bekannt. Da der Übergang von der Pandemie zur Endemie erreicht sei, entfalle dann die Maskenpflicht unter anderem im öffentlichen Personennahverkehr sowie für Personal in Arztpraxen, habe das Landeskabinett beschlossen. Auch in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe gebe es dann keine Maskenpflicht mehr.

Einige Corona-Regeln - zum Beispiel die FFP2-Maskenpflicht in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sowie für Patientinnen und Patienten sowie Besucherinnen und Besucher von Arztpraxen und vergleichbaren ambulanten medizinischen Einrichtungen - liegen in der Regelungskompetenz des Bundes. Gleiches gilt für die Testpflichten in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Sie gelten daher auch in Baden-Württemberg weiter, sagte Lucha. Und unabhängig von den rechtlichen Vorgaben werde weiterhin empfohlen, eine Maske zu tragen. Dies gelte insbesondere für vulnerable Personen sowie in geschlossenen Räumen.

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