Kritik an wild parkenden Autos im Weinberg

Mario Schöneberg

Von Mario Schöneberg

Sa, 03. April 2021

Gottenheim

Bürgerfrage im Rat Gottenheim.

Die Gelegenheit der Bürgerfragestunde nutzte in der jüngsten Gottenheimer Ratssitzung Walter Hess, ehemaliges Ratsmitglied und langjähriger Vereinssprecher, um auf die zunehmende Zahl von Autos im Weinberg aufmerksam zu machen. Ob zum Wandern, Radfahren, Hunde ausführen oder Sammeln von Pflanzen, Früchten und Kräutern – immer mehr Menschen entdeckten den Tuniberg als Freizeitoase und parkten oftmals auch wild, sagte Hess, der selbst als Winzer tätig ist. In der Folge gebe es immer mehr gefährliche Situationen für die Gäste, aber auch für die dort arbeitenden Landwirte.

Vielfach würden Autos einfach irgendwo abgestellt, und der Landwirt oder Winzer könne dann seine Grundstücke nicht mehr anfahren. Aber auch zu schnelles und rücksichtsloses Radfahren führe oft zu Konflikten. Wenn man mit Maschinen arbeite, sagte Hess, seien die Radler oft nur sehr spät oder gar nicht zu sehen. "Wir sollen uns Gedanken machen, bevor etwas Schlimmeres passiert." Hess konstatierte aber auch: "Die Belastung im Rebberg wird immer mehr, und es sind auch viele, die aus dem Dorf kommen und sich dort daneben benehmen".

Bürgermeister Christian Riesterer sagte dazu, er wolle sich der Sache annehmen. Es könnten zum Beispiel fixe Wanderparkplätze oder eine bessere Beschilderung geprüft werden. "Eventuell hat schon ein Appell an die Dorfbewohner einen Effekt, doch aus dem Ort lieber auf den Berg zu laufen. Ich bin eher für Angebote statt Verbote, weil man Letztere auch kontrollieren muss, wenn sie etwas bringen sollen".