Kullmann fordert Maskenpflicht

Johannes Bachmann

Von Johannes Bachmann

Do, 08. Oktober 2020

Skispringen

Keine weiteren Corona-Fälle am Skiinternat Furtwangen .

(jb). Am Montag wurde das Skiinternat Furtwangen (SKIF) nach dem positiven Coronatest eines Athleten geschlossen (die BZ berichtete), 33 Sportler sowie Betreuer und Trainer, die sich nach der bekanntgewordenen Infektion Covid-19-Tests unterzogen, wurden in heimische Quarantäne geschickt. Ein Schock, aus dem am Mittwoch ein bisschen Zuversicht wurde. "Alle weiteren Testergebnisse waren bisher negativ", erklärt Internatsleiter Niclas Kullmann im Gespräch mit der BZ. Dass sich mit hoher Wahrscheinlichkeit keine weiteren SKIF-Sportler mit Corona infiziert hätten, sei ein positives Signal. "Unser Hygienekonzept funktioniert", ist Kullmann überzeugt, in den Räumen des Skiinternats gelte durchgängig Maskenpflicht. Beim Training, im Kraftraum und in der Mensa sei Abstand halten seit Wochen oberstes Gebot "und wir versuchen eine unkontrollierte Durchmischung der Athletengruppen zu vermeiden". Die Bedrohung komme von außen, so der Internatsleiter, "die Schulen sind das Problem". Die SKIF-Sportler besuchen entweder das Furtwanger Gymnasium oder die Robert-Gerwig-Schule.

Die Quarantänezeit soll am Samstag, 10. Oktober enden. Dann werden die 33 Sportler ans Skiinternat zurückkehren. Dort erwartet sie eine Anordnung, die Kullmann als "dringende Empfehlung" versteht. "Für alle unsere Sportler gilt vom 12. Oktober an beim Schulbesuch absolute Maskenpflicht". Zudem sei der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zwingend auf zwei Meter auszudehnen. Strikte Regeln, die Kullmann für alternativlos hält: "Wir können es nicht riskieren, dass das Gesundheitsamt Villingen das Skiinternat alle paar Wochen wegen Corona schließen lässt."