Munkeln im Dunkeln

Wie Lichtstuben die Obrigkeit in Alarmbereitschaft versetzten

Michael J. H. Zimmermann

Von Michael J. H. Zimmermann

Mo, 26. Dezember 2011 um 19:03 Uhr

Kultur

"Des Teufels liebste Wohnung" wurden sie von Sittenwächtern genannt: Lichtstuben in der Mitte des 19.Jahrhunderts. Ein Ort, an dem sich die Jugend näher kam.

Die langen Nächte sind da – und Heimatvereine laden im ganzen Land "zu Licht zu gehen": zum "z’ Liat-Oobad". Romantisierend erinnern sie auf dem Land, wie in der Stadt an alte Zeiten, in denen junge Frauen, war erst das Tagwerk getan, bis ins 20. Jahrhundert in Bürgerhäusern wie Bauernhöfen reihum zusammenkamen, um in der Lichtstube zu spinnen, zu stricken, zu nähen: in geselliger Runde emsig an ihrer Aussteuer zu arbeiten – nicht nur, um Licht zu sparen, mochten nun Kienspäne, Kerzen oder Öllampen es spenden, und wärmendes Feuerholz.

Mummerei und Lichtstubenherrlichkeit
Denn "daß solche Lichtkertze von ledigen Mannßpersonen niemalen leer seyen", versetzte von November bis Februar geistliche und weltliche Obrigkeit in ...

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