Kurs einstimmig bestätigt

Hans-Peter Müller

Von Hans-Peter Müller

Fr, 11. September 2020

Staufen

Vertreterversammlung der Volksbank Staufen verabschiedet Bilanz 2019 mit 881 Millionen Euro.

. Mit einem glasklaren, jeweils einstimmigem Votum hat die Vertreterversammlung dem Vorstand und dem Aufsichtsrat der Volksbank Staufen weiterhin grünes Licht für seine erstaunlich erfolgreiche, sehr konservative Geschäftspolitik gegeben.

Das höchste Organ des genossenschaftlichen Geldinstituts verabschiedete unter Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Natterer in seiner unter corona-bedingten Hygiene- und Abstandsregeln durchgeführten Sitzung in der Belchenhalle in Staufen den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2019 (BZ vom 27. August). Dieser lag wegen der Corona-Umstände, aber auch wegen des Wechsels der Prüfer später als üblich vor.

Das Ergebnis der gesetzlichen Prüfung unter der interimistischen Federführung des bayerischen Genossenschaftsverbandes wurde ebenso einstimmig gutgeheißen wie die Information zum Beitritt zum genossenschaftlichen Prüfungsverband Mecklenburg-Vorpommern, der aufgrund eines Beschlusses der letztjährigen, turbulent verlaufenen Vertreterversammlung statt des bisher beauftragten baden-württembergischen Genossenschaftsverbandes ab dem laufenden Geschäftsjahr 2020 die Prüfung der Geschäfte vornehmen wird (BZ vom 18. April 2019).

Der Vorstandsvorsitzende Erhard Stoll stellte der rund hundertköpfigen Versammlung als Ergebnis eines "trotz Niedrigzins wieder ausgesprochen guten Geschäftsjahres" eine auf 881 Millionen angewachsene Bilanzsumme vor, die zu einer Stärkung des Eigenkapitals auf nun über 156 Millionen Euro sowie zu einem Gewinn von erneut 7,4 Millionen Euro führte. Natürlich stelle die Pandemie eine beispiellose Belastungsprobe dar, die für Banken hohe Risiken berge, doch für die Volksbank Staufen sehe er weiter gute Chancen mit ihrer strikt auf Regionalität und Seriosität bei der Beratung ausgerichteten Strategie. Stoll gab erneut eine Bestandsgarantie für die acht Filialen, von denen sich sieben der Gebäude im Eigentum der Bank befinden.

Aus dem bislang achtköpfigen Aufsichtsrat schieden Axel Fautz und Christel Geiger aus persönlichen Gründen aus. Inken Dengler und Michael Bauer wurde turnusgemäß einstimmig wiedergewählt. Sie bilden nun mit Otmar Gutmann, Karl-Wilhelm Gutmann sowie Christiane Urspruch-Gaspar als stellvertretende Vorsitzende und Klaus Natterer als Vorsitzender das künftig noch sechsköpfige Aufsichtsgremium des Geldhauses.

Änderungen der Satzung und der Wahlordnung für die Vertreterversammlung stimmte diese auf Antrag von Co-Vorstand Thomas Lienhard einstimmig zu. Mit diesen Änderungen, die vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken angeregt wurden, ist es künftig einfacher möglich Vertreterversammlungen auch schriftlich oder elektronisch durchzuführen. Außerdem wird angesichts der gestiegenen Mitgliederzahl künftig ein Vertreter 80 statt bisher 50 Mitglieder repräsentieren.

Staufens Bürgermeister Michael Benitz dankte der Volksbank auch im Namen seiner anwesenden Amtskollegen Volker Kieber (Bad Krozingen), Christoph Zachow (Heitersheim) und Patrick Becker (Ballrechten-Dottingen) für die engagierte Arbeit, die wieder zu namhaften Steuerzahlungen geführt habe.