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Von afp

Di, 21. Juni 2022

Wirtschaft

Hilfen sind auf dem Weg — Streit in der Regierung — Personalmangel wächst

LANDWIRTSCHAFT

Hilfen sind auf dem Weg

Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat wegen der Belastungen durch den Ukraine-Krieg für landwirtschaftliche Betriebe Hilfen in Höhe von 180 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Eine entsprechende Verordnung sei am Freitag in die Länder- und Verbändeanhörung gegangen, ein weiteres Hilfsprogramm sei in Vorbereitung, hieß es. In einem ersten Schritt will das Ministerium Betriebe des Freilandgemüsebaus, des Obst- und Weinbaus sowie der Geflügel- und Schweinehaltung fördern. Die Betriebe müssen 2021 eine Greening-Prämie von der EU erhalten haben – diese Fördergelder sind an bestimmte Klima- und Umweltstandards geknüpft. Betriebe, die eine solche Förderung nicht erhalten haben, sollen durch ein weiteres Förderprogramm unterstützt werden. Pro Betrieb gibt es maximal 15 000 Euro. Ausgezahlt werden sollen die Hilfsgelder bis spätestens Ende September.

E-AUTO-PRÄMIE

Streit in der Regierung

In der Bundesregierung gibt es Streit um die Zukunft der staatlichen Kaufprämien für Elektroautos. Nach einem Vorstoß von Finanzminister Christian Lindner (FDP) für eine Abschaffung betonte das Wirtschaftsministerium am Montag, die Kaufförderung sei relevant für die Verkehrswende. Dies sei ein ganz wichtiger Baustein, sagte ein Sprecher von Minister Robert Habeck (Grüne). Er verwies auf Vorschläge des Ressorts zur weiteren E-Auto-Förderung ab 2023 und eine hierzu noch laufende regierungsinterne Abstimmung.

LUFTFAHRTBRANCHE

Personalmangel wächst

Nach zwei herben Verlustjahren wegen der Corona-Krise sieht die Luftfahrtbranche Licht am Ende des Tunnels. Für 2023 sollten branchenweit wieder schwarze Zahlen am Horizont sein, sagte der Generaldirektor des Weltluftfahrtverbands IATA, Willie Walsh, bei der Generalversammlung am Montag in Doha. Den Fluggesellschaften in Nordamerika dürfte schon dieses Jahr ein Milliardengewinn gelingen, während die Branche in Europa noch rote Zahlen schreibt. Lufthansa-Chef Carsten Spohr warnte indes vor Personalmangel. Lufthansa und die Tochtergesellschaft Eurowings mussten bereits Flüge streichen, der britische Konkurrent Easyjet kündigte am Montag eine weitere Senkung des Flugangebots an.