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dpa

Von dpa

Mo, 26. April 2021

Wirtschaft

Zellen aus Tübingen — Viel Geld ausgezahlt — Italiener steigen ein — Mehr Schutz nötig

PORSCHE-PLAN

Zellen aus Tübingen

Der VW-Konzern kommt mit seinem geplanten Netz aus sechs europäischen Batteriezellfabriken schnell voran. Die Sportwagentochter Porsche will eine Batteriefabrik für Hochleistungszellen in Tübingen bauen, wie Porsche-Chef Oliver Blume im Interview der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung sagte. Zwar werde Porsche auch Batterien vom VW-Konzern beziehen. "Aber zusätzlich wird es ein Segment für Hochleistungszellen geben", sagte Blume. "Das ist eine Porsche-Domäne. Genauso wie wir Hochleistungsverbrennungsmotoren entwickelt haben, wollen wir jetzt bei den Hochleistungsbatterien ganz vorn sein."

THOMAS-COOK-PLEITE

Viel Geld ausgezahlt

Eineinhalb Jahre nach dem Zusammenbruch des Reisekonzerns Thomas Cook hat der Bund nach eigenen Angaben 103 Millionen Euro an geschädigte Kunden ausgezahlt. Die Summe verteilt sich auf 74 000 Fälle, wie ein Sprecher des Justizministeriums mitteilte. Demnach steht bei 32 000 weiteren die Zahlung noch aus. Die deutsche Thomas Cook geriet 2019 in den Sog der Pleite der britischen Mutter und beantragte Insolvenz.

RÜSTUNGSPRODUZENT

Italiener steigen ein

Der italienische Rüstungskonzern Leonardo hat das Rennen um einen Einstieg beim deutschen Rüstungselektronik-Hersteller Hensoldt gemacht. Der US-Finanzinvestor KKR verkauft ein Aktienpaket von 25,1 Prozent an die Italiener, wie Hensoldt mitteilte. Leonardo zahlt je Aktie 23 Euro und damit insgesamt rund 606 Millionen Euro, wie die Italiener mitteilten. KKR hatte Hensoldt im September 2020 für 12 Euro je Aktie an die Börse gebracht und Ende März eine Sperrminorität von 25,1 Prozent an den Bund verkauft. Deutschland stieg bei Hensoldt ein, weil das Unternehmen auch Rüstungs-Schlüsseltechnologien liefert, bei denen die Bundesregierung einen unerwünschten Zugriff verhindern will.

IG BAU ZU ERNTEHELFERN

Mehr Schutz nötig

Die staatlichen Arbeitsschutzkontrollen für Erntehelfer reichen aus Sicht der Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) nicht aus und müssen deutlich ausgeweitet werden. Wie die Stuttgarter Zeitung und die Stuttgarter Nachrichten berichten, fordert die Gewerkschaft in einem Brief an Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) eine systematische Überwachung des Arbeits-und Gesundheitsschutzes für die Saisonkräfte.