Kommunalwahl

Die SPD will wieder stärkste Kraft im Lahrer Gemeinderat werden

Wolfgang Beck

Von Wolfgang Beck

Mo, 08. April 2019 um 11:15 Uhr

Lahr

Die Lahrer Sozialdemokraten sehen sich gut gerüstet für den Kommunalwahlkampf. Bei der Hauptversammlung war auch die Diskussion um den Thomas-Philipps-Markt ein Thema.

Mit Tatendrang geht die Lahrer SPD in den Kommunalwahlkampf. "Wir wollen wieder stärkste Kraft im Lahrer Gemeinderat werden", sagte Ortsvereinsvorsitzender Mark Rinderspacher in der Hauptversammlung auf der Dammenmühle am Donnerstag. Die Genossinnen und Genossen bestätigten mehrheitlich die Führungsriege, diskutierten leidenschaftlich das Wahlprogramm und waren der Ansicht, an der Basis eine gute sozialdemokratische Arbeit geleistet zu haben. "Das wollen wir fortsetzen", so die Marschroute der Lahrer SPD.

Die Zustimmung des Lahrer Ortsvereins zur Großen Koalition im Bund wurde in Erinnerung gerufen, gleichzeitig aber auch auf eine kritische Distanz zur Außendarstellung der SPD in der "Groko" hingewiesen. Solide fiel der Kassenbericht von Uta Dreyer aus, der zeigte, dass die Kasse für den anstehenden Wahlkampf gut gefüllt ist.

"Die Zeiten werden schwieriger"

"Die Zeiten werden schwieriger", eröffneten Rinderspacher und Stadtrat Walter Caroli die Aussprache mit den 30 Genossinnen und Genossen, die bestätigten, dass die sozialdemokratischen Inhalte in der gegenwärtigen Wohlfühlgesellschaft immer schwieriger zu vermitteln seien. Angesprochen wurden die Verkehrsprobleme, der Öffentliche Personennahverkehr, das Bildungsprogramm für Kinder und Jugendliche samt Spielplatzgestaltung und vieles mehr. "Vieles trägt die Handschrift der Sozialdemokraten", betonten die Verantwortlichen an der Parteibasis und in der Fraktion des Lahrer Gemeinderats.

Diskussion um Thomas Philipps

Nicht ausgespart blieb das Reizthema Thomas Philipps, bei dem sich die Lahrer SPD klar für eine Ansiedlung im Fachmarktzentrum aussprach. "Allein schon wegen der Leute mit kleinem Geldbeutel", so Caroli. Weniger euphorisch zeigte sich Stefanie Kremling-Deinert, was den Restpostenanbieter anbelangt: "Da ist viel Ramsch und Plastik darunter, das nicht immer billig ist."

Rinderspacher richtete das Augenmerk auf die Wahl-Vorbereitungen in den nächsten Wochen, in denen jedes Parteimitglied gefordert sei: Plakate kleben, Infostände organisieren und mit der Bevölkerung in den Dialog treten. Gelassenheit ließ er mit Blick auf die AfD erkennen, die erstmals bei den Kommunalwahlen antritt. Er warnte aber vor einer Namenverwechslung: Manfred Schmidt trete in Mietersheim als einziger AfD-Bewerber an. Er sei nicht zu verwechseln mit dem evangelischen Kirchengemeinderat Manfred Schmidt , der auf der Liste der SPD steht.

Ehrungen: 50 Jahre: Helga Baader, Jürgen Walter, Bernhard Wiedemer, Peter Willmann
25 Jahre: Wolfgang Beck, Monika Endres, Kurt Foßler, Wiltrud Funk, Michael Klautmann
Wahlen: Vorsitzender Mark Rinderspacher, Stellvertreter Heike Wieseke und Willi Wentland, Kassiererin Uta Dreyer, Schriftführerin Monika Weismann; Beisitzer: Günter Endres, Christian Reinbold, Heike Rinderspacher (neu) Peter Winkler und Albert Zehnle (neu). Als Kreisdelegierte wurden gewählt: Uta Dreyer, Günter Endres, Dorothea Hertenstein, Christian Reinbold, Mark Rinderspacher und Monika Weismann.