Live-Musik in elf Locations

Lahrer Musiknacht hat Zugkraft

Emma Nentwig

Von Emma Nentwig

So, 24. März 2019 um 16:55 Uhr

Lahr

Karibik, Rock und Partyhits: elf Locations, elf Mal ganz unterschiedliche Musikstile. Das Konzept der Lahrer Musiknacht hat viele in die Innenstadt gezogen

LAHR. Am Samstagabend hat die Lahrer Musiknacht wieder viele Leute in Kneipen und Gaststätten der Innenstadt gezogen. An elf verschiedenen Orten war unterschiedlichste Live-Musik zu hören. BZ-Mitarbeiterin Emma Nentwig hat sich an diesem Abend in der Stadt umgehört und umgeschaut und das Kommen und Gehen verfolgt.

Ausgangslage
Einmal Eintritt zahlen und und dafür jede Menge geboten zu bekommen. Das hat was. Von melancholischen Singer/Songwriter über Rock’n’Roll bis zur Joe Cocker Show war an diesem Abend für jeden Geschmack etwas dabei.

Stimmung
Melancholisch-Besinnliches, knackige Rockrhythmen oder Partykracher – so verschieden die Musik, so verschieden war auch die Stimmungslage. Im "Schinken" sorgten die beiden Entertainern von Saxkeyband für gute Laune. Ohne Unterlass wurden Partyhits zum Mitsingen geboten. Ganz anders im Café Ben. Dort sorgten das Duo Big Balou mit bekannten Balladen unter anderem von Neil Young, aber auch von deutschen Interpreten wie Philipp Poissel, für eine gemütliche, melancholische Stimmung. Ganz klassisch, und rappelvoll war es einmal mehr im Zum Zarko. Dort sorgte die Band Under Construction mit klassischen Rockcovers für einen vollen Laden. Die Besucher standen dicht gedrängt am Tresen.

Publikum
So vielfältig wie die Musik war an diesem Abend auch das Publikum. Es gab ständig umherziehende Grüppchen, die sich alles mal anhören wollten. Aber da waren auch die Stammfans, die ihren Musikstil gefunden hatten. Kein Wunder, dass dann ein Zusammenhang zwischen Location, Musikern und Zuhörern auszumachen war. Mal waren es die ähnlichen Frisuren, dort die Wahl des Getränks oder Bandshirts.



Sommer-Vorahnung

Richtig sommerlich ging’es im Platzhirsch zu. Dort spielte Renato Pantera eine Mischung aus mit karibischen und brasilianischen Klängen angehauchten bekannten Pop-Covers. Man bekam eine erste Vorahnung des kommenden Sommers. Besonders für jene, die trotz der frischen Temperaturen draußen saßen. Ähnlich sommerlich, aber um einiges gediegener war es im Café 1a. Dort war mit den Los Criollos Salsa mit lateinamerikanischen und spanischen Anleihen geboten. Die Musik lud eher zum gemütlichen Verweilen ein, statt zum sonst üblichen Weiterziehen.

Höhepunkt
Einen ergreifenden Moment gab es im Zum kleinen Prinzen. Dort überzeugten die Ballroom Stompers ihr Publikum mit feinsten Rock’n’ Roll und technischen Perfektion. Bei der Ballade Nothing else matters von Metallica sang die komplette Kneipe mit – und sorget für einen wahren Gänsehautmoment.

Fazit
Ein gelungenes Event, das Lust auf Wiederholung gemacht hat.