Laschet und Merz warnen vor Rot-Grün-Rot

dpa

Von dpa

Do, 16. September 2021

Deutschland

Wirtschaftspapier vorgelegt.

(dpa/BZ). Unionskanzlerkandidat Armin Laschet und CDU-Finanzpolitiker Friedrich Merz haben im Endspurt zur Bundestagswahl vor den wirtschaftlichen Folgen einer rot-grün-roten Regierung gewarnt. "Gerade nach der Pandemie sind Steuererhöhungen Gift für die wirtschaftliche Erholung", heißt es in dem Acht-Punkte-Wirtschaftspapier, das sie in Stuttgart beim Arbeitgeberverband Südwestmetall vorstellten. Laschet sagte: "Ganz Europa schaut darauf, bleibt dieses Land stabil. Beginnen wir hier mit irgendwelchen ideologischen Experimenten und reißen wir die anderen mit runter." Wenn eine rot-grün-rote Regierung die Steuern erhöhe, bestehe die Gefahr, dass viele Unternehmen ins Ausland abwanderten. Merz ergänzte, Deutschland habe die höchste Steuerlast, die höchsten Sozialabgaben und die höchsten Energiekosten. "Die Zitrone ist ausgequetscht."

Zugleich sehen sie den in Umfragen führenden SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz wegen angeblicher Verfehlungen im Bundesfinanzministerium in der Defensive. "Die Menschen fangen an, darüber nachzudenken, ob Olaf Scholz wirklich der richtige Bundeskanzler für die Bundesrepublik Deutschland ist", behauptete Merz.

Rückendeckung für Laschet aus Baden-Württemberg

Daraufhin warf SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil Laschet vor, in der Debatte um die Durchsuchung des Finanzministeriums "Lügen" zu verbreiten. "In ihrer panischen Angst vor dem Machtverlust macht die Union mangels Inhalten den unanständigsten Wahlkampf seit Jahrzehnten", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Gegen das Bundesfinanzministerium wird nicht ermittelt", sagte er.

Laschet erhielt auch Rückendeckung von der CDU-Landtagsfraktion. "Wir werden einen Kanzler Armin Laschet bekommen, gar keine Frage. Und dafür kämpfen wir", sagte Ex-Finanzminister Willi Stächele nach Angaben von Teilnehmern, woraufhin die Abgeordneten Laschet stehend applaudierten. Laschet und Merz waren für 20 Minuten bei der Klausur der CDU-Fraktion vorbeigekommen.