Geflügelpest

Leichte Entwarnung bei Geflügelpest im Landkreis Waldshut

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 03. Mai 2021 um 11:47 Uhr

Kreis Waldshut

Das Geflügel im Landkreis Waldshut darf endlich wieder ins Freie. Nach drei infektionsfreien Wochen und keinen Neuerkrankungen werden die Geflügelpest-Sperrgebiete zum 1. Mai aufgehoben.

Nach drei infektionsfreien Wochen sowie nach Abschluss der Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen in den betroffenen Beständen und keinen Neuerkrankungen werden die Sperrgebiete zum Schutz der Hausgeflügelbestände vor der Geflügelpest zum 1. Mai aufgehoben. Darüber informiert das Landratsamt in einer Pressemitteilung. Die damit einhergehenden Beschränkungen und Verbote in den Sperrbezirken werden aufgehoben. Das Geflügel darf somit wieder ins Freie.
Hinweis: Die Regeln die für die Beobachtungsgebiete gelten, können auf der Webseite des Landratsamtes eingesehen werden www.landkreis-waldshut.de/aktuelles/bekanntmachungen. Der Allgemeinverfügung ist auch eine Karte zu den betroffenen Gebieten angefügt.

Das Beobachtungsgebiet bleibt bis zum 14. Mai bestehen und die dort gültigen Ge- und Verbote gelten fortan auch in den aufgehobenen Sperrbezirken. Das Beobachtungsgebiet umfasst Gemarkungen der Gemeinden Albbruck, Bad Säckingen, Bernau, Bonndorf, Dachsberg, Dogern, Görwihl, Grafenhausen, Häusern, Herrischried, Höchenschwand, Ibach, Laufenburg, Murg, Rickenbach, St. Blasien, Stühlingen, Todtmoos, Wehr, Weilheim, Wutach, vollumfänglich, zudem Teilbereiche der Gemeinden Waldshut-Tiengen, Ühlingen Birkendorf und Küssaberg.

Trotz der positiven Entwicklung sind die Geflügelhalter aufgefordert, bis zur Aufhebung der Beobachtungsgebiete in Alarmbereitschaft zu bleiben. Dazu schreibt das Landratsamt: "Die Geflügelbestände sind weiterhin besonders aufmerksam zu beobachten und Auffälligkeiten sofort dem Veterinäramt zu melden." Die Maßnahmen in den Beobachtungsgebieten zielen darauf ab, das noch bestehende Restrisiko eines Wiederaufflammens der Virusinfektion zu verhindern. Konkret bedeutet dies, dass unter anderem weiterhin weder Vögel, Eier oder sonstige vom Geflügel stammende Erzeugnisse in einen noch aus einem Geflügelbestand gebracht werden dürfen. Biosicherheitsmaßnahmen, wie das Tragen von Schutzkleidung beim Umgang mit dem Geflügel sind weiter einzuhalten.

Was muss in Beobachtungsgebieten beachtet werden?

Alle Geflügelhalter, unabhängig von der Stückzahl, im Sperrbezirk, die ihrer Pflicht zur Meldung des gehaltenen Geflügels bisher noch nicht nachgekommen sind, haben die Haltung von Geflügel unter Angabe der Art, der Anzahl und ihres Standorts unverzüglich beim Veterinäramt Waldshut anzuzeigen.

Was passiert mit den Tieren?

Gehaltene Vögel, frisches Fleisch von Geflügel und Federwild, Eier sowie von Geflügel und Federwild stammende Erzeugnisse sowie tierische Nebenprodukte von Geflügel dürfen weder in einen noch aus einem Bestand verbracht werden.

Was muss gemeldet werden?

Alle Tierhalter haben dem Veterinäramt Waldshut unverzüglich die Anzahl der verendeten gehaltenen Vögel anzuzeigen.

Muss weiter Schutzkleidung getragen werden?

Alle Geflügelhalter im Beobachtungsgebiet haben zudem sicherzustellen, dass die Ställe oder die sonstigen Standorte des Geflügels von betriebsfremden Personen nur mit betriebseigener Schutzkleidung oder Einwegschutzkleidung betreten werden und dass diese Personen die Schutz- und Einwegschutzkleidung nach Verlassen des Stalles oder sonstigen Standortes des Geflügels unverzüglich ablegen sowie Schutzkleidung nach Gebrauch unverzüglich gereinigt und desinfiziert und Einwegkleidung nach Gebrauch unverzüglich unschädlich beseitigt wird.

Sind Geflügelausstellungen und Märkte wieder erlaubt?

Die Durchführung von Geflügelausstellungen, Geflügelmärkten oder Veranstaltungen ähnlicher Art ist verboten.

Was muss desinfiziert werden?

Transportfahrzeuge und Behälter, mit denen gehaltene Vögel, frisches Fleisch von Geflügel, tierische Nebenprodukte von Geflügel, Futtermittel oder sonstige Materialien, die Träger des hochpathogenen aviären Influenzavirus sein können, befördert worden sind, sowie Fahrzeuge, mit denen ein Bestand mit gehaltenen Vögeln befahren worden ist, sind unverzüglich nach jeder Beförderung nach näherer Anweisung der zuständigen Behörde zu reinigen und zu desinfizieren.