Leserbriefe

Edmund Hensler

Von Edmund Hensler (Rötenbach)

Di, 09. Februar 2021

Leserbriefe Hochschwarzwald

PARK- AND RIDE-PLATZ

Lieber Schulden tilgen
Zu unserem Artikel "Park- and Ride beim Bahnhof" in Rötenbach vom 29. Januar
Parkplätze bauen scheint zum Lieblingsthema im Rathaus zu werden. Ein Wanderparkplatz am Hard ist ja bereits ein "gelungenes" Erfolgsmodell: von Frühjahr bis in den Herbst Blechlawinen. Zwischenzeitlich gibt es auch im Gemeinderat kritische Stimmen. Man hat gelernt: Besucher kommen in Strömen unserer herrlichen Natur zu Liebe. Aber überfüllte Müllkörbe und verwüstete Wegränder sind das Einzige, was sie hinterlassen. Und nun gleich die nächste Konzept-Idee am Bahnhofareal?

Dort will man sogar zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Mit einem P&R-Platz soll gleichzeitig eine direkte Busanbindung des Bahnhofes gelingen. Es mag ja durchaus ein paar einzelne Berufspendler aus Friedenweiler geben, die den Zug Richtung Donaueschingen nützen und Rötenbach als Einstieg praktisch finden. Aber wie viele Nutzer würden das wohl sein? Die Idee mit der direkten Busanbindung des Bahnhofes würde sich vermutlich mit einer konkreten Einschätzung des Benutzerpotentiales ohnehin von selbst erledigen und ist kein ernst zu nehmende Konzeptidee. Im Gegenteil zur erträumten Busanbindung hätte ein gewaltiger Parkplatz natürlich die allerbesten Chancen sich ganz schnell zu füllen und an schönen Wochenendtagen aus allen Nähten zu platzen mit überfüllten Zufahrtswegen und Bordsteinparkern bis in den kleinen Rundweg hinein. Denn für Wanderer würde sich rumsprechen, wie sauber und wie unmittelbar am Einstieg der Wanderwege dieser öffentliche Parkplatz läge.

Um dieses Horrorszenario will man kämpfen? Ein Millionenprojekt will man sich an den Hals hängen, aber natürlich fast alles aus öffentlichen Fördermitteln bezahlen. Ich hoffe nur, dass die Bahn und der Träger für den öffentlichen Busverkehr dem Ansinnen aufgrund von Fahrgastdaten und Fakten ohnehin nicht folgen werden. Nehmen Sie die hierzu budgetierten Gelder und widmen Sie diese um in wirklich zukunftsführende Infrastrukturprojekte, die unserem Ort und unserer Gemeindebilanz was bringen. Und wenn es an Ideen mangelt, dann machen Sie das Allersinnvollste daraus und tilgen damit einen kleinen Teil des Schuldenberges in der Gemeindekasse.

Edmund Hensler, Rötenbach