Leserbriefe

Theodor Lay, Hohberg

Von Theodor Lay & Hohberg

Mo, 21. Oktober 2019

Hohberg

GRÜNE KREUZE
Die Selbstzerstörung nimmt ihren Lauf
Zu den grünen Kreuzen, die Landwirte aus Protest gegen das beschlossene Agrarpaket des Bundes auch in unserer Region auf ihren Feldern aufgestellt haben, das unter anderem die Einschränkung des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat und ein freiwilliges Tierschutzlabel vorsieht, schreibt ein Leser seine Meinung.
Klimawandel, Insektensterben und zunehmende kriegerische Auseinandersetzungen sind inzwischen zu Dauerthemen der Medien geworden. Namhafte Experten und Philosophen warnen schon jahrelang. Bestätigen nun die neuerlich entstandenen Aktionen mittels der grünen Kreuze nicht auf sehr zynische Weise diese Aussagen? Eine Selbsterkenntnis und ein Wille auf Besserung sind darin nicht zu erkennen.

Eine unwiderlegbare Tatsache ist doch, dass eine natürliche, gesunde Vielfalt und ein biologisches Gleichgewicht in allen Lebensbereichen unverzichtbare Lebensvoraussetzungen für alle Lebewesen auf der Erde sind, auch für die Initiatoren der grünen Kreuze.

Es ist offensichtlich: Hauptsächlich die stark konventionelle Landwirtschaft ist durch Monokulturen, Massentierhaltung und das Einbringen von Chemie, Dünger und Fäkalien verantwortlich. Der Profit steht über allem. Die Angst vor dem Niedergang der Landwirtschaft soll die Aktion grünes Kreuz aufzeigen.

Mit dem Niedergang könnten die Initiatoren Recht behalten, weil der Krieg gegen die Natur keine Ende findet. Den Krieg gegen die Natur wird der Mensch verlieren, denn die Selbstzerstörung nimmt damit ihren unaufhaltsamen Lauf.