Leserbriefe

Johannes Ganter, Weberhof (Hinterzarten )

Von Johannes Ganter, Weberhof (Hinterzarten )

Mi, 11. August 2021

Leserbriefe Hochschwarzwald

BIBER
Die Wasserratte darf alles
zu: "Freund oder Feind?" von Nadine Klossek-Lais, BZ vom 7. August, Seite 22:

Der Artikel von Nadine Klossek-Lais kann so nicht stehen bleiben, weil er in der öffentlichen Wahrnehmung sonst einen falschen Eindruck hinterlässt.

Zuerst einmal zur Verniedlichung des Tieres Biber, dieses Tier ist eigentlich eine Wasserratte, ein Schadnager, der sich so rasant vermehrt hat und riesige Schäden verursacht, die die Allgemeinheit, leider nicht die Bürgermeister, die ihn befürworten, bezahlen. Direkt betroffen davon ist die Land- und Forstwirtschaft, der Naturschutz und die damit zusammenhängende Infrastruktur wie Wege, Straßen, Leitungen und in Titisee der Rückstau in den Müllkörper der alten Deponie am Bärenhof. Wer es nicht glaubt, kann es sich direkt vor Ort anschauen. Weitere Beispiele sind Falkau, das Einlaufbauwerk der Schluchseewerk AG auf Gemarkung Hinterzarten und die Schäden sowohl im unteren als im oberen Seebachtal an den Gemarkungsgrenzen von Feldberg und Hinterzarten. Am helllichten Tag marschiert der Biber in St Märgen/Spirzen über die Straße, Beweisfoto existiert, sodass der unüberlegte Kommentar von Bürgermeister Kreutz klar widerlegt werden kann. Bürgermeister Tatsch mag sich vielleicht über den Biber freuen, weil er damit ablenkt von den echt großen Problemen an Sprungschanze und Haushalt, aber gar nicht weiß, was vor Ort Sache ist.
Der Land- und Forstwirtschaft hat man in den Gebieten, wo der Biber vorkommt, harte Bandagen auferlegt mit Sanktionen, wenn es Verstöße gibt in Sachen Naturschutz. Die Wasserratte aber darf alles,
auch Bäume, die Naturdenkmale sind, fällen und gute Naturschutzflächen für immer zerstören. Damit sind sie für die nächsten Generationen für immer verloren. Johannes Ganter, Weberhof, Hinterzarten