Leserbriefe

Hans Peter Lorenzen

Von Hans Peter Lorenzen (Münstertal)

Mo, 23. August 2021

Münstertal

VERFOLGUNGSFAHRT

War das wirklich verhältnismäßig?
Zum Artikel: "Verfolgungsfahrt mit der Polizei endet mit Unfall" (BZ vom 18. August) schreibt ein Augenzeuge, der den in der Polizeimeldung geschilderten Vorfall beobachtet hat:

Als Anwohner wurde ich Zeuge der Verfolgungsfahrt und mir war sofort klar, dass es bei der gefahrenen Geschwindigkeit zu einem Crash kommen muss. Da stellt sich die Frage, ob so eine "Jagd" verhältnismäßig ist (auch wenn sie rechtlich abgesichert ist). Von der Eigengefährdung des Verfolgten abgesehen, hätte es Verletzte oder Tote geben können bei Gegenverkehr oder Passanten am Unfallort.

Hans Peter Lorenzen, Münstertal

NATUR- UND ARTENSCHUTZ

Grüne Kleinode müssen besser geschützt werden
Zum Artikel "Die Letzten ihrer Art in der Region" (BZ vom 4. August) meinen Leser:

Vor drei Jahren konnten wir im Frühjahr drei Kiebitzpaare auf einem Feld auf der Gemarkung Kirchhofen mehrere Tage lange beobachten, leider waren sie in den darauffolgenden Jahren nicht mehr zu sehen. Bekanntermaßen sind jedoch nicht nur die Kiebitze, sondern auch Insekten, besonders die Schmetterlinge, vom Aussterben bedroht. Noch vor Jahren gab es auf den Ackerrändern jede Menge Insekten und Schmetterlinge, da ließ man die Wildblumen noch bis zur Aussamung stehen. Inzwischen werden sie regelmäßig von den Bauhöfen und Landwirten abgemäht, so dass es ein Glücksfall ist, einen Schmetterling, der sich doch von diesen Wildblumen ernährt, zu sehen. Die Wildblumen und Brennnesseln haben eine wichtige Funktion im Ökosystem, deshalb sollte man sie wie früher bis zur Aussamung wieder stehen lassen.

Wie lange wollen wir noch zusehen, wie die Natur durch Menschenhand zugrunde geht? Das gilt nicht nur für die Straßenplanung nach Schmidhofen, wodurch so viel Feldflur verloren geht, sondern auch für das Wäldchen an der Kirchhofener Straße, das zum großen Teil als Biotop ausgewiesen ist, in dem sich viele Vögel (wie die Nachtigall), Fledermäuse, Reptilien und Insekten befinden. Der Klimawandel ist da, die Naturkatastrophen nehmen zu, umso mehr müssen wir uns für den Erhalt der Artenvielfalt ernsthaft einsetzen und solche grünen Kleinode innerhalb dichter Besiedlungen schützen.

Daniele und Anton Link, Bad Krozingen