Leserbriefe

Manfred Piek

Von Manfred Piek (Seelbach)

Do, 26. März 2020

Lahr

PARKPLÄTZE IM SEEPARK
Parkplätze sind unumgänglich
Die Idee der Lahrer Stadtverwaltung, Parkplätze für Autos im Seepark anzulegen, ruft mehrere Leser auf den Plan.

Wir beobachten die Situation der Gastronomie im Seepark von Anfang an. Die Leserbriefe dokumentieren immer wieder, dass viele sich über diese Branche nicht im Klaren sind. Es gibt so viele Gastrobetriebe in unserer Region, die richtig gut besucht sind – und trotzdem leben sie von der Hand in den Mund.

Die Frage lautet: Will man ein Restaurant im Seepark oder will man keines? Wenn ein Betreiber auch nur den Hauch einer Chance haben soll, müssen die Grundvoraussetzungen gegeben sein, und das sind zum Beispiel Parkplätze. Was glauben Sie, wo die Gäste bei schlechtem Wetter hingehen? Bestimmt nicht in ein Restaurant, zu dem sie durch den Regen laufen müssen, ganz zu schweigen von gehbehinderten Menschen.

Einen Gastrobetrieb nur an schönen Tagen und an Wochenenden am Leben zu halten, ist nicht möglich. Ich bin mir sicher, dass im Pachtvertrag keine Klausel steht, dass bei schlechtem Wetter keine Pacht gezahlt werden muss. Ich weiß, wovon ich rede, denn ich bin selbst Betreiber eines Lokals und meiner Meinung nach sind Parkplätze unumgänglich, wenn das Restaurant erfolgreich über Jahre geführt werden soll.

Manfred Piek, Seelbach
Der Seepark kann nur verlieren
Der Seepark ist als wunderschöne Naturoase und Ruhepol zur Erholung erdacht und entstanden und wird auch dementsprechend von vielen empfunden und genutzt. Kaum droht jemand mit mangelnder Rentabilität, kommt man diesen fantasielosen Vorstellungen untertänigst entgegen und wandelt jetzt schon einen Teil in Parkplätze um.

Was kommt danach? Wenn das Restaurant nicht so gut läuft wie erhofft, stehen dann bald Autos auf der Wiese neben dem Restaurant oder gar ein kleiner Vergnügungspark mit Dauerbeschallung?

250 Meter vom Parkplatz an der Breisgaustraße kann man laufen oder mit der Hilfe anderer Menschen bewältigen. Wenn der neue Pächter den Sinn und den Zauber des Parks nicht erfassen kann, ist er an dieser Stelle falsch am Platz. Der Seepark und wir alle können dadurch nur verlieren.Eva Hirth-Schmidt, Lahr

Salomonisches Urteil sollte gefällt werden
Ein salomonisches Urteil sollte bei der Entscheidung für Parkplätze im Seepark meines Erachtens gefällt werden. Wenn tatsächlich der Forderung eines potenziellen Betreibers des Restaurants im Seepark entsprochen wird, dann gilt nicht Klotzen, sondern Kleckern. Weniger als die Hälfte der angedachten 40 Parkplätze würde hier genügen, wenn sie für Gäste des Restaurants reserviert werden. Einige Parkplätze davon sollten dann auch als Behindertenparkplätze ausgewiesen werden, die für Besucher nur des Seeparks zur Verfügung stehen.

Bei der jetzigen überdimensionierten Planung der Parkplätze besteht die Gefahr, dass diese dauerhaft von den fußunwilligen und bequemen Besucherinnen und Besuchern in Beschlag genommen werden – egal ob sie das Restaurant oder nur den Seepark besuchen.

Gudrun Weber, Lahr