Leserbriefe

Bernd Fischer (Bad Säckingen)

Von Bernd Fischer (Bad Säckingen)

Do, 06. Februar 2020

Bad Säckingen

FAHRRADSTRASSE
Fußgänger werden zum Freiwild
Zur geplanten Erweiterung der Albert-Gersbach-Allee (BZ vom 23. Januar):
Dass die Stadt Bad Säckingen etwas für die Umwelt tun will und dem Fahrrad mehr Verkehrsraum einräumt, ist vom Grundsatz her zu begrüßen, sollte aber nicht zu Lasten der Fußgänger, insbesondere auch der Personen mit Mobilitätseinschränkung gehen. Die Albert-Gersbach-Allee ist eine wichtige Verbindung von Bahnhof und Post zum Rhein. Wird sie als Fahrradstraße ausgebaut, werden Fußgänger zum Freiwild, da Radfahrer bevorrechtigt sind und sich selbst in Fußgängerbereichen selten an Schrittgeschwindigkeit halten. Auch auf der Holzbrücke nach Stein muss man als Fußgänger bereits jetzt um sein Leben fürchten, da kaum ein Radfahrer – auch im Gegenverkehr – die Begriffe Schrittgeschwindigkeit und gegenseitige Rücksichtnahme verinnerlicht hat. Selbst auf dem Rheinuferweg – seit Einrichtung der Fahrradstraße für Radfahrer gesperrt – muss man immer wieder damit rechnen, dass Radfahrer mit hoher Geschwindigkeit, teilweise auch intensiver Nutzung der Klingel, sich den Weg bahnen und bei Hinweis auf die Sperrung nur höhnisch lachen oder den Stinkefinger zeigen. Von der Stadt ist hier, wie ich feststellen musste, keine Hilfe zum Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer zu erwarten.Bernd Fischer, Bad Säckingen