Leserbriefe

Berthold Elsäßer

Von Berthold Elsäßer (Buggingen)

Fr, 11. Oktober 2019

Buggingen

SLG IN BUGGINGEN
Wohnraum schaffen statt Gewerbe anzusiedeln
Leserzuschrift zum Bau einer Kunststoff-Fabrik an der B3 in Buggingen

Das ist die traurige Wahrheit in Zeiten von angeblichem Umdenken in Bezug auf Landschaftsverbrauch und Verschandelung der Umwelt: Die Gemeinde Buggingen plant die Ansiedlung eines Kunststoff-Fabrik-Monsters direkt an der Ortseinfahrt von Süden an der B3. Mit etwa 20 000 Quadratmetern Fläche und mit bis zu 14 Metern erlaubter Bauhöhe wird sich ein hässlicher Block in die Rheinebene schieben, dem geneigten Autofahrer, ob aus Richtung Hügelheim, Zienken oder Heitersheim kommend, zur Freude – und der Gemeinde Buggingen fortan als werbeträchtiges Aushängeschild für die Tourismuswerbung dienend, nach dem Motto: Wir pfeifen aufs Ortschaftsbild, an der Gewerbegebietsachse an der B 3 von Schliengen nach Bad Krozingen ist eh schon alles verwüstet – also Augen zu, ab durch die Mitte, und jetzt erst recht! Wir können zwar keine attraktiven Ortschaften, dafür aber grauenhafte Gewerbegebiete.

Mein Vorschlag: Wenn schon ungebremst bauen – dann die noch vorhandenen Freiflächen für eine sinnvolle Wohnbebauung vorhalten. Vielleicht mal daran denken, den Ortseingang von Buggingen attraktiv und werblich zu gestalten, sprich zur Abwechslung eine schöne und anspruchsvolle Wohnbebauung. Der Kunststofffabrikant soll diese Anlage doch in Heitersheim aufstellen, wo er herkommt (Stichwort weniger Lieferverkehr, Ressourcenschonung). Auf den 21 000 Quadratmetern könnten mit den teuren Grundstücken und den Grundsteuerzahlern ebensogute Steuern erzielt werden. Und noch einen Hinweis zu Veröffentlichung der einfachen Lageskizze in der BZ und dem Gemeindeblatt: Diese genügt in keinem Fall der Informationspflicht – eine dreidimensionale Darstellung aus den Perspektiven von der B 3 wäre dazu notwendig. Alles andere verharmlost das Ausmaß der Bebauung.

Berthold Elsäßer, Buggingen