Leserbriefe

Hansjörg Noe

Von Hansjörg Noe (Steinen)

Mi, 05. Mai 2021

Leserbriefe Hochschwarzwald

WALDBADEN
Lieber Wald hören
zu: "Eintauchen in die Stille" von Ursula Harder, BZ vom 26. April, Seite 17:
Welch eine Errungenschaft aus Japan und anderen Gegenden, dass es Waldbademeister gibt. In Deutschland findet das Waldbaden immer mehr Freunde, wie im Text steht. Das habe ich als Nachkriegskind schon 1946 erfunden. Ich kam aus dem zerstörten Freiburg in den Schwarzwald und lernte erstmals grüne Wiesen und Wälder kennen. Wie ich eingetaucht bin! Die Naturnähe hat mich ein Leben lang begleitet, ich brauchte keine Reisen in den Süden, nach Fernost oder Neuseeland. Wenn ich in meinem stressigen Beruf Erholung brauchte, sagte ich zu keinen Kollegen/innen: Ich gehe Wald hören. Nach dem Urlaub wurde ich gefragt, wo ich gewesen sei. Ich sagte: "Wald hören"! Dazu brauchte ich keine Psychologen. Waldhören ist viel intensiver als Waldbaden. Da hören sie nichts außer den Wald. Beim Wald baden stören noch die Stacheln unter der nackten Fußsohle. Was ich bedauere: Ich hätte aus "meiner Erfindung" Geld machen sollen und ein Buch schreiben.Hansjörg Noe, Steinen