Leserbriefe

Reinhart Büche

Von Reinhart Büche (Wehr)

Do, 03. September 2020

Wehr

UMGANG MIT WASSER IN WEHR
"Wir haben leider ein Spießertum im Rathaus"
Zum Artikel "Absperrband hat keine Wirkung" in der BZ vom 28. August
Mit dem Thema Wasser hat die Stadt Wehr so ihre Probleme: Nun haben wir mal etwas, das andere Gemeinden nicht besitzen – eine Wiese mit Zugang zum Rhein, wo man noch frei und ungestört Schwimmen kann. Wir hätten sogar Freiwillige, die ohne Bezahlung aufpassen würden, dass gesetzliche Bestimmungen eingehalten werden. Wir haben aber leider ein Spießertum im Rathaus, das sich bei allem was Wasser anbelangt, einmischt und zerstört!

Erstens: Eine lächerliche Wasserrinne in der Hauptstraße, die nur aus feuchtem Beckenboden besteht. Zweitens: Ein wunderschönes Barockbrünnlein am Rathaus, das eiligst abgestellt wurde wegen hohen Wasserverbrauchs – wobei es heute moderne Zeituhren mit Wasserabgabe gibt. Drittens: Am Storchenplatz wurde eine Plastik installiert, die nie einen Tropfen Wasser abgegeben hat.Viertens: Auf dem Schulplatz wurde ein Brunnen abgerissen und durch eine fragwürdige Steinskulptur ersetzt. Fünftens: Im kürze wird der belebende Kanal ersetzt und ein Mini-Kraftwerk gebaut. Wieder wird dem Stadtbild ein Wasser entzogen, wobei die Stadt vergisst, dass sie sich als "Erholungsstadt" ausgibt! Meine Empfehlung: Bürgermeister und Gemeinderat sollten mal eine Reise zu ihrer Nachbarstadt antreten. Hier planschen Kinder in dem schönen, sauberen Stadtbach. Hier sieht man an vielen zentralen Plätzen sprudelnde Brunnen und Skulpturen, die das Stadtbild beleben und überheizte Plätze auffrischen. Kein Wunder, dass viele Wehrer gerne den Weg nach Bad Säckingen machen und gleichzeitig die Geschäfte dort besuchen und einkaufen!

Reinhart Büche, Wehr