Skigebiet

Liftverbund Feldberg verzeichnet umsatzstärksten Dezember seit zehn Jahren

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 14. Januar 2022 um 17:20 Uhr

Feldberg

Bewegung am Berg: Die Umstrukturierungen in der Organisation des Skigebiets tragen erste Früchte. Feldbergs Bürgermeister Johannes Albrecht übernimmt den Vorsitz für die kommenden drei Jahre.

Johannes Albrecht übernimmt für die kommenden drei Jahre den Vorsitz im Liftverbund Feldberg: Feldbergs Bürgermeister ist in der Gesellschafterversammlung am Mittwochabend zum neuen Vorsitzenden gewählt worden. In den vergangenen Jahren hat der Liftverbund verschiedene Veränderungen eingeleitet, deren Erfolge bereits messbar seien, heißt es in einer Pressemitteilung. So sei der Dezember 2021 mit etwa drei Millionen Euro der umsatzstärkste Dezember seit zehn Jahren gewesen – trotz weniger Gäste und schlechten Wetters während der Weihnachtsferien.

Stellvertretender Vorsitzender ist Adrian Probst, Bürgermeister von St. Blasien, zweiter Stellvertreter ist Bürgermeister Andreas Wießner aus Todtnau. Der neue Vorstand ist auf drei Jahre gewählt. Zusammen mit Julian Probst, dem neuen Geschäftsführer für das Skigebiet Feldberg, soll die Weiterentwicklung des Gebiets vorangetrieben werden. Nach dem Tod des langjährigen Vorsitzenden Stefan Wirbser galt es für den Liftverbund Feldberg, sich neu aufzustellen: Dazu gehören die Ausarbeitung eines neuen Masterplans, der die Modernisierung von Liftanlagen und Beschneiung sowie die Entwicklung des Skigebiets Feldberg zur Ganzjahresdestination beinhaltet, die Überarbeitung des kompletten Tarifgefüges, die Neuregelung der Akzeptanz der Hochschwarzwaldcard, die Bündelung der Betriebsteile Technik, Personal und Finanzen und nicht zuletzt die Corona-Pandemie.

Das Skigebiet soll fit für die Zukunft werden

In den vergangenen drei Jahren habe der Liftverbund Feldberg unter dem Vorsitz von Adrian Probst zahlreiche Herausforderungen gemeistert und wesentliche Weichen für die Zukunft des größten Skigebiets in Baden-Württemberg gestellt. Auch die Einstellung eines Geschäftsführers, der ab März seine Arbeit aufnimmt und bereits jetzt eng in die laufenden Prozesse der Restrukturierung und Weiterentwicklung des Skigebiets eingebunden ist, sei ein wesentlicher Bestandteil der Neuaufstellung. "Mit Julian Probst konnten wir einen Geschäftsführer gewinnen, der nicht nur von Kindesbeinen an mit unserem Skigebiet verbunden ist, sondern vor allem durch seine Ausbildung in den Bereichen Technik und Management sowie seine Tätigkeit bei einem namhaften Seilbahnhersteller die besten Voraussetzungen mitbringt, um unser Skigebiet fit für die Zukunft zu machen", sagt Albrecht, der das Bewerbungsverfahren geleitet hat.

Da Julian Probst sein Bruder ist, hatte sich Adrian Probst in dem Verfahren für befangen erklärt und gibt aus diesem Grund nun auch den Vorsitz im Liftverbund ab: Der turnusmäßige Wechsel im Vorstand, der im April nach drei Jahren ohnehin angestanden hätte, ist nun vorgezogen worden, weil Julian Probst im März mit seiner Arbeit beginnt. "So sind die Weichen gestellt, dass der neue Geschäftsführer und der Vorsitzende des Liftverbunds von Anfang an zusammenarbeiten können", so Adrian Probst.

Umfassende Restrukturierung

In den vergangenen drei Jahren ist auch eine umfassende Restrukturierung – unter anderem ein neues Tarifgefüge – eingeleitet worden, an die Julian Probst und Johannes Albrecht nun anknüpfen wollen: "Trotz der starken Einschränkungen durch die Corona-Pandemie und des schlechten Wetters während der Weihnachtsferien war der Dezember 2021 der umsatzstärkste Dezember seit zehn Jahren", wird Adrian Probst zitiert. Natürlich mache sich dabei auch positiv bemerkbar, dass Gratis-Gästekarten nicht mehr akzeptiert werden. "Bei einem kommunal getragenen Skigebiet müssen wir auch immer die Belange der örtlichen Bevölkerung im Blick haben", so Adrian Probst. "Und solange ein Skigebiet auch aus Steuermitteln finanziert wird, werden wir dies in besonderer Verantwortung tun", ergänzt Johannes Albrecht.

Mehr zum Thema: