Hinunter in die Dialekte

Michael Braun

Von Michael Braun

Sa, 08. November 2014

Literatur

Marcel Beyers neuer Gedichtband "Graphit" betreibt Archäologie und macht Appetit auf unbekannte Sprachen.

Der Dichter Marcel Beyer ist ein gewiefter Medientechniker. Seine Gedichte sind Lichtspiel, Kamerafahrt, O-Ton-Protokoll und Wörter-Konstellation zugleich. Sie gehen aus von der unmittelbaren Begegnung mit Klängen, Stimmen, visuellen Reizen – und öffnen dann einen geschichtlichen Raum, um ihn akribisch auszuleuchten. "Graphit", sein neues Gedichtbuch, an dem er zwölf Jahre lang gearbeitet hat, erkundet die Materialität von Dingen, um die in ihnen abgelagerte Geschichte freizulegen.

Bereits das Titelgedicht führt beispielhaft die Verflechtung unterschiedlichster Wahrnehmungsperspektiven, Schauplätze und Schlüsselwörter vor. Die sechs Teile von "Graphit" inszenieren meisterhaft die Entstehung von Poesie als "schrift die durch ...

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