Erzählung

Muschgs "Der weiße Freitag": Goethe plus Selbstportrait

Hans-Dieter Fronz

Von Hans-Dieter Fronz

Sa, 25. März 2017 um 00:00 Uhr

Literatur & Vorträge

Das Buch ist ein Zwitter. Es verschränkt zwei sehr unterschiedliche Erzählstränge: die Beschreibung einer Gebirgswanderung und ein autobiographisches Lebensbild des Schriftstellers im Alter.

Weil die beiden Erzählteile aber durch vielfältige thematische Bezüge miteinander verbunden sind, ist das Ergebnis ein organisches Ganzes.

Am Beginn von Adolf Muschgs "Der weiße Freitag" sehen wir aus großer Entfernung fünf Gebirgswanderer, die immer wieder in "Schneeweben, die der beständige Wind über die ansteigende Fläche trieb", verschwinden, einen verschneiten Berghang hochsteigen. Ganz langsam zoomt sich das Buch, von Mal zu Mal unterbrochen durch den zweiten Erzählstrang sowie durch Vor- und Rückblenden, an die Fünfergruppe heran. Erst am Ende des nicht ganz schmalen Bandes hat es das Quintett in Nahsicht erreicht – auf der Passhöhe des Gebirges, von wo aus die Wanderer sich auf der anderen Seite an den Abstieg machen. ...

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