Literatur

Optimistisches Buch: "Vier verehrungswürdige Männer"

Thomas Steiner

Von Thomas Steiner

Sa, 18. Juni 2016 um 00:00 Uhr

Literatur & Vorträge

Die Kriminalgeschichten in Gilbert Keith Chestertons "Vier verehrungswürdige Verbrecher" sind herrlich paradox. Chestertons Ton ist pessimistisch, absurd oder abgründig.

Willkommen im Club der missverstandenen Männer! In dem versammeln sich nicht, wie man meinen könnte, weinerliche Opfer weiblicher Emanzipation. Sondern Männer wie der Herzog Raoul de Marillac. Alle Welt hält ihn für einen Lebemann, Gourmet und Schöngeist, weil Festivitäten, edle Speisen und Theaterpremieren sein Leben bestimmen. Aber in Wirklichkeit mag er all das gar nicht, er ist ein Asket, der sich wie asiatische Fakire das antut, was ihn schmerzt. Seine Erscheinung ist ein Missverständnis.

Solch eine paradoxe literarische Figur kann nur ein Autor erfunden haben: Gilbert Keith Chesterton. Sein Todestag, der 18. Juni 1936, hat sich gerade zum 80. Mal gejährt. Weltberühmt ist er als der Vater von Father Brown, jenem katholischen Kleriker aus der englischen Provinz, der unbedarft daherkommt, aber so viel ...

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