50 rote Hände gegen Kindersoldaten

Ansgar Taschinski

Von Ansgar Taschinski

Fr, 01. März 2019

Lörrach

Zum Red Hand Day übergibt Unicef-Gruppe der DHBW symbolische Rolle an Bundestagsabgeordneten.

LÖRRACH (ata). Über 50 rote Handabdrücke übergaben die Unicef Botschafter der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Lörrach am Mittwoch an Gerhard Zickenheiner, Bundestagsabgeordneter der Grünen. Anlass war der Red Hand Day des Deutschen Bündnisses Kindersoldaten am 12. Februar.

"Wir wollen ein Zeichen setzen", sagte Anja Körnle, Leiterin der Unicef Hochschulgruppe. Noch immer gebe es weltweit etwa eine Viertelmillion Kindersoldaten. "Mit der roten Hand sagen wir Stopp", so Körnle. Über 50 Studierende der DHBW hatten ihren Handabdruck in roter Farbe und ihren Namen auf einer Papierrolle hinterlassen.

Der Bundestagsabgeordnete zeigte sich begeistert von der Aktion. Die Unicef-Vertreterinnen wollten von Zickenheiner wissen, wo er selbst in seinem Leben mit den Menschen- und Kinderrechten in Berührung komme. "Wir leben in einer Gesellschaft, in der die Menschenrechte zum großen Teil bereits gesichert sind", so Zickenheiner. Umso betroffener mache es einen, von Ländern zu hören, in denen die Menschenrechte nicht garantiert seien. Die Vereinten Nationen spielten dabei eine entscheidende Rolle, die Menschenrechte weltweit durchzusetzen. Dazu gehöre auch die Einhaltung der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen. Auf die Frage, was denn nun mit den Handabdrücken passiere, antwortete der Bundestagsabgeordnete, er wolle sie in seinem Büro aufhängen. Als Erinnerung für die Aufgaben, die man als Politiker habe, seien sie ein gutes Symbol.

Der Red Hand Day wird in Deutschland seit 2003 vom Deutschen Bündnis Kindersoldaten organisiert, das aus elf Kinder- und Menschenrechtsgruppen besteht, darunter auch Unicef. Anlass des Aktionstages ist das Inkrafttreten des Zusatzprotokolls der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen zum Verbot des Einsatzes von Kindern und Jugendlichen als Soldaten am 12. Februar 2002. Die Rekrutierung von Kindern unter 15 Jahren gilt seitdem international als Kriegsverbrechen. Mit dem Red Hand Day soll der Kampf gegen den Einsatz von Kindersoldaten weiter fortgeführt und Druck auf Politiker ausgeübt werden, Versprechen zur Bekämpfung des Problems auch umzusetzen.