Kretz erhält Hebeldank

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 30. April 2019

Lörrach

Hebelsonntag am 5. Mai im Zeichen der "Vergänglichkeit".

LÖRRACH (BZ). Einen Höhepunkt der alljährlichen Feiern zu Johann Peter Hebels Geburtstag bildet in Lörrach der "Hebelsonntag" des Hebelbundes. In diesem Jahr findet er am 5. Mai statt und steht anlässlich der großen Rötteln-Ausstellung im Dreiländermuseum im Zeichen des großen Hebel-Gedichtes "Die Vergänglichkeit". Darin entspinnt sich vor der Kulisse des Röttler Schlosses ein Gespräch über die letzten Dinge der Menschheit.

Der Hebelsonntag beginnt mit einem Gottesdienst um 10 Uhr in der evangelischen Stadtkirche. Die Predigt in alemannischer Mundart hält Pfarrer Hellmuth Wolff aus Zell. Bezirkskantor Herbert Deininger begleitet den Gottesdienst an der Orgel. Im Anschluss um 11.15 beginnt der Festakt im Dreiländermuseum. Der Schriftsteller Arnold Stadler, Hebelpreisträger 2010, wird zur "Vergänglichkeit" sprechen und Passagen aus eigenen Werken lesen, die von Hebels Gedicht beeinflusst wurden.

Gregor Hänssler, in der Region als Geiger bekannt, bringt Werke von Johann Sebastian Bach und Eugène Ysaÿe zu Gehör.
Der Elsässer Autor Pierre Kretz erhält in diesem Jahr den "Hebeldank", überreicht vom Präsidenten des Hebelbundes, Volker Habermaier. Pierre Kretz machte in Deutschland mit seinen Romanen über die leidvolle elsässische Geschichte von sich reden, in Frankreich mit seinen Essays zur kulturellen Autonomie des Elsass. In der Mundart-Szene ist er seit seinem furiosen Monolog "Ich bin a beesi Frau" präsent. Als Brückenbauer ist er Hebel sehr nahe. Im Anschluss sind die Besucher zu einem Apéro eingeladen. Eintritt wird nicht erhoben, um eine angemessene Spende wird gebeten.