Baiersbronn

Traube Tonbach: Das ausgebrannte Restaurant war ein Pilgerort für Feinschmecker

Stefan Hupka

Von Stefan Hupka

Mo, 06. Januar 2020 um 20:09 Uhr

Südwest

BZ-Plus Großfeuer sind immer ein Drama – dass das Unglück von Baiersbronn aber überregional soviel Aufsehen erregt, liegt an den Spitzenköchen Wohlfahrt und Michel.

Christus mansionem benedicat – der Herr segne dieses Haus. Am Ende eines solchen Tages klingt das noch einmal ganz anders in den Ohren der Zuhörer. Als die Sternsinger am Sonntagabend um 18 Uhr im Baiersbronner Fünf-Sterne-Hotel Traube Tonbach zum "Get-Together-Apéritif" kommen, vor den Hotelgästen, den Eigentümern und dem Personal ihr Lied singen und ihr C+M+B mit Kreide auf den Türbalken schreiben, da kann dieses Haus einen Segen wirklich sehr gut gebrauchen.

Denn ein anderes Gebäude gleich vis-à-vis der Dorfstraße – das Haus, mit dem die Erfolgsgeschichte dieses Unternehmens vor Jahrhunderten begonnen hat – kann man an diesem Abend nicht mehr Haus nennen. Es ist nur noch ein Haufen bizarrer, verkohlter Trümmer, aus denen nach dramatischen fünfzehn Stunden noch immer Rauch und Wasserdampf quillt und in den Nachthimmel des Tonbachtals steigt.

Hier ist das Drama ein besonderes
Großbrände sind immer ein Drama, ob Scheune, Stall oder Wohnhaus. Immer wird da etwas unwiederbringlich zerstört, oft kann die Feuerwehr nicht mehr tun, als ein Übergreifen zu verhindern. Hier aber ist das Drama ein besonderes. Hier haben Flammen in der Nacht zum Sonntag einen Pilgerort zerstört, eine Weihestätte, einen Tempel – die Schwarzwaldstube, das womöglich beste Restaurant Deutschlands.

Erst war da ein Knistern. Die hochbetagte Mutter hat ...

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