Luxus in Hülle und Fülle

Jürgen Schelling

Von Jürgen Schelling

Sa, 05. Dezember 2020

Auto & Mobilität

NEUVORSTELLUNG: Mercedes-Benz S-Klasse.

Wohl kaum ein anderes Modell verbindet sich mit dem Image der Marke Mercedes-Benz so intensiv wie die S-Klasse. Die neue Generation kommt jetzt in den Handel.

Die Luxuslimousine demonstriert immer auch das technisch Mögliche – und das gilt auch für die neue S-Klasse. Und so kommt es, dass sie, die in ihrer Grundversion wahrlich nicht puristisch daherkommt, dennoch weitere Optionen in Hülle und Fülle bietet.

Vor allem für Käufer, die viel im Stadtverkehr unterwegs sind, ist die optionale aktive Hinterachslenkung eine Überlegung wert. Mit dieser Vierradlenkung wird die selbst in Kurzversion bereits 5,18 Meter große und mit langem Radstand sogar 5,29 Meter messende S-Klasse gefühlt zum Kleinwagen – was den Wendekreis betrifft. Wer einen Vollkreis fährt, staunt, wie gering der Wendekreis mit diesem Extra ist. Mit den aktiv bis zu zehn Grad mitlenkenden Hinterrädern kann die S-Klasse auch noch wendiger ein- und ausparken. Mit Hilfe des Parkassistenten geschieht das bereits autonom. Wer aber noch cooler sein will, steigt vor der Parklücke aus und lässt die S-Klasse ohne Fahrer an Bord mit Hilfe der Handy-App einparken.

Mercedes steht aber vor allem für Sicherheit und Komfort. Und da bietet die neue S-Klasse etliche Systeme, die das Auto sicherer machen. Das Notbremssystem etwa zählt dazu. Mehr als ein Dutzend Airbags sichern die Insassen, falls es doch einmal kracht. Fahrassistenzsysteme in unglaublicher Vielfalt sind für die S-Klasse entweder serienmäßig an Bord oder optional lieferbar. In diesem Bereich fährt Mercedes derzeit an die Spitze im Weltmarkt.

Komfort hat für S-Klasse-Kunden natürlich ebenso einen hohen Stellenwert. Es gibt unterschiedliche Massageprogramme für die Rückenlehnen, Liegesitze in der Langversion und Konnektivität in jeder Hinsicht. Was im Mercedes-Luxusliner ebenso auffällt ist die Stille im Innenraum. Mehr Dämm-Material und eine perfektionierte Aerodynamik machen die S-Klasse absolut leise. Ein Unterscheidungsmerkmal zum Vorgänger ist der riesige Touchscreen über der Mittelkonsole. Wer den nicht per Hand bedienen will, kann alternativ Sprach- oder Gestensteuerung nutzen. Für die individuelle Gestaltung gibt es exklusive Außenfarben und eine Fülle von Innenausstattungen.

Als Motoren stehen zum Start zwei Benziner und zwei Diesel zur Verfügung. Alle sind Dreiliter-Reihensechszylinder, jeweils gekoppelt mit einer Neungang-Automatik. Der Einstieg beginnt mit dem S 350 d mit 210 kW/286 PS mit einem Durchschnittsverbrauch von 6,7 bis 6,2 l/100 km für 94 540 Euro. Im Frühjahr folgt der Plug-in-Hybrid S 580 e: 100 Kilometer rein elektrische Fahrstrecke, ein Maximaltempo von 140 km/h im Elektromodus und eine mögliche Aufladezeit von nur einer halben Stunde sind seine Eckwerte.